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Individualisierung im Schmalbahn-Druck

Eine Möglichkeit, Verpackungsprozesse in einer flexibilisierten Massenproduktion bedarfsgerecht zu steuern, liegt in der Late Stage Customization. Diese ermöglicht die Individualisierung der Produkte in einer möglichst späten Phase der Produktion – beispielsweise über individualisierte Etiketten.

Verpackungsprozesse stehen unter dem Einfluss immer kürzerer Produktionsläufe durch eine Zunahme der Produktvarianten. Zudem nimmt der Einfluss strenger werdender behördlicher Auflagen sowie Rückverfolgbarkeits-Anforderungen im Herstellungsprozess zu, was die Anforderungen in der Produktion zusätzlich erhöht. Verpackungsprozesse rücken damit zunehmend in den Fokus der Supply Chain Manager, mit der Zielvorgabe, den Lagerbestand bei gestiegener Produktvielfalt so gering wie möglich zu halten. Andererseits muss aber die Lieferfähigkeit gewährleistet sein, da Kunden eine ständige Verfügbarkeit der Waren im Supermarktregal voraussetzen und damit den Wettbewerb bestimmen.

Dass diese gegensätzlichen Ziele nicht immer unter einen Hut zu bringen sind, zeigt eine Studie von GS1 Austria GmbH/ECR Austria aus dem Jahre 2009 [1], nach der 8,2% aller Artikel eines Supermarktes nicht verfügbar sind. Die Reaktion der Kunden darauf richtet sich laut dieser Studie danach, ob Produkte temporär oder länger anhaltend nicht verfügbar sind. Temporär nicht verfügbare Produkte veranlassen die Konsumenten entweder ein anderes Produkt zu kaufen (16%), später nochmals zu kommen (17%), nichts zu kaufen (9%), eine andere Marke zu kaufen (37%) oder ein Wettbewerbsprodukt (21%) zu kaufen. Bei anhaltend nicht verfügbaren Produkten gehen 70% der Kunden dazu über, Produkte eines Wettbewerbers zu kaufen. Wenn die Kunden dann mit dem neuen Produkt zufrieden sind, sind sie für den Hersteller für einen längeren Zeitraum verloren. Trotz aller Anstrengungen in der Supply Chain kommt dies immer wieder vor und wird als Thema von den Herstellern sehr ernst genommen.

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