Druck- und Papiermaschinenbau 2016

VDMA sieht positive Tendenzen für das drupa-Jahr

Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) meldet gut gefüllte Auftragsbüchern der Druck- und Papiermaschinenbauer für das drupa-Messejahr 2016. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Auftragseingang für Druck- und Papiertechnik um 10 Prozent.

Die Hersteller von Druckmaschinen melden laut VDMA 9 Prozent Auftragsplus. Für Papierverarbeitungsmaschinen gingen 2015 abermals 21 Prozent mehr Aufträge ein, nachdem der Auftragszuwachs hier schon 2014 bei 29 Prozent lag.

Durch ihre starken Auslandsgeschäfte konnten die deutschen Druck- und Papiermaschinenbauer ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr leicht steigern (+ 1Prozent), so der Verband. Und das, obwohl es im Inland erneut einen starken Umsatzrückgang von 13 Prozent gab und sich die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft auf die Nachfrage nach Druck- und Papiertechnik ausgewirkt hat. Nach bisher vorliegenden Zahlen gingen die Exporte in die Volksrepublik China in den ersten acht Monaten 2015 um knapp ein Zehntel gegenüber dem Vorjahr zurück, während die EU-Länder um 22 Prozent zulegten.

Im Bereich Papierverarbeitungsmaschinen legten der Inlandsumsatz um 13 Prozent und die Auslandsumsätze um 9 Prozent zu. Die Hersteller von Druckereimaschinen mussten dagegen abermals Umsatzeinbußen von insgesamt 6 Prozent hinnehmen. Im Inland gaben die Umsätze sogar um 24 Prozent nach. „Diese Entwicklung hatte sich durch den schwachen Auftragseingang im Jahr 2014 angekündigt. Dass wir bei Druckereimaschinen nun 18 Prozent mehr Aufträge aus EU-Ländern und insgesamt fast ein knappes Zehntel Auftragszuwachs sehen, lässt auf ein besseres Jahr 2016 hoffen“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Fachverbandes.

Die drupa 2016 greift mit ihrem Motto „Touch the Future“ die Zukunftsthemen auf. Derzeitig gehen Trends hin zu kleineren Auflagen, Individualisierung und Veredelung von Druckerzeugen – diese erfordern intelligent vernetzte Maschinen, die sich nahtlos in die zunehmend digitalen Workflows der Anwender fügen. „Unsere Mitgliedsunternehmen werden die drupa nutzen, um Einblicke in diese Print 4.0-Prozesswelt zu geben“, kündigte Heering an.