Laminieren und Schneiden in einem Arbeitsschritt

Labelisten steigert Effizienz mit thermischen Laminierern von Cellcoat

Frank Plechschmidt und Jonathan Smith mit dem ersten installierten thermischen Laminierer von Cellcoat (Quelle: The Publicity Studio)
Frank Plechschmidt und Jonathan Smith mit dem ersten installierten thermischen Laminierer von Cellcoat (Quelle: The Publicity Studio)

Mit der Einführung thermischer Laminiertechnologie von Cellcoat hat Labelisten zentrale Produktionsschritte zusammengeführt und Abläufe vereinfacht. Das Unternehmen berichtet von geringeren Materialverlusten, kürzeren Durchlaufzeiten und einer höheren Produktionsleistung – bei gleichzeitig unverändertem Personaleinsatz.

Ein zentraler Prozess in der Etiketten- und Verpackungsproduktion ist die Laminierung. Labelisten entschied sich nach Marktanalyse für ein System von Cellcoat. Installiert wurde 2025 ein Modell T14 für die Rolle-zu-Rolle-Laminierung. Die Anlage kombiniert Laminieren und Schneiden in einem Arbeitsschritt. Laut Nicolai Erhart von den Labelisten habe dies mehrere Effekte: „Die Maschine löste das Problem, Laminieren und Schneiden als getrennte Prozesse durchführen zu müssen. Das spart Zeit, Personal und Material.“ Nach Unternehmensangaben konnten der Materialabfall je nach Auftrag um 5 bis 10 Prozent reduziert, die Durchlaufzeiten um etwa 20 Prozent verkürzt und die Personalkosten um rund 40 Prozent gesenkt werden.

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Erweiterung auch für flexible Verpackungen

Mit der Installation einer weiteren Digitaldruckmaschine im Jahr 2025 wurde eine zusätzliche Laminieranlage des Typs T30 angeschafft. Diese ist für Anwendungen im Bereich flexibler Verpackungen ausgelegt. Jonathan Smith beschreibt einen zentralen Unterschied zu herkömmlichen Verfahren: „Beim Nasslaminieren entstehen lange Durchlaufzeiten durch Trocknungsprozesse. Dies kann zu Engpässen führen.“ Die thermische Laminierung ermögliche hingegen eine unmittelbare Weiterverarbeitung nach dem Aufwickeln des Materials.

Produktivitätssteigerung im Prozess

Durch den Einsatz der neuen Anlage entfallen laut Labelisten Trocknungs- und Aushärtungsphasen sowie der Einsatz flüssiger Klebstoffe. Nicolai Erhart erläutert: „Zu den Effekten zählen eine deutliche Steigerung des Durchsatzes, der Wegfall von Wartezeiten zwischen Prozessschritten sowie eine höhere Flexibilität in der Produktion.“ Die Produktionsgeschwindigkeit habe sich von zuvor etwa 25 m/min auf 60 bis 75 m/min erhöht. Dies entspreche einer nahezu dreifachen Kapazitätssteigerung ohne zusätzlichen Personalbedarf.

Die Kombination aus Digitaldruck und thermischer Laminierung ermöglicht es den Labelisten nach eigenen Angaben, auch größere Aufträge wirtschaftlich intern abzuwickeln. Erhart dazu: „Die Installation der Anlage eröffnet neue Möglichkeiten. Komplexe Weiterverarbeitungsschritte können zuverlässig im eigenen Haus durchgeführt werden, ohne auf externe Dienstleister angewiesen zu sein.“

Jonathan Smith zieht abschließend einen Vergleich: „Thermische Laminierungstechnologie benötigt weniger Platz, arbeitet energieeffizient und erreicht höhere Geschwindigkeiten. Dies passe zu den Anforderungen von Labelisten.“