Aktuelle Umfrage von Close Brothers Factoring

Kritische Liquiditätsengpässe bei drei von fünf Druckereibetrieben in 2022

Umfrage Druckwesen, Liquiditätsengpässe 2022
Ergebnisse der Marktumfrage von Close Brothers Factoring (Quelle: Close Brothers Factoring)

Fast alle Unternehmen erleben Anstieg bei Zahlungsausfällen oder -verzögerungen gegenüber 2021. Ein wachsendes Interesse an Factoring ist laut Close Brothers Factoring die Folge. Das Unternehmen befragte Kunden aus der Druckbranche.

Neun von zehn Druckereibetrieben (91,5 Prozent) waren 2022 nach Unternehmensangaben mit Liquiditätsengpässen durch verzögerte oder ausgefallene Zahlungen konfrontiert. Das ergab eine Umfrage der Close Brothers Factoring GmbH aus Mainz unter 200 Unternehmen der Branche. Drei Fünftel aller Unternehmen (60 Prozent) erlebten sogar kritische Engpässe, wobei diese bei gut zwei von fünf Betrieben (43,5 Prozent) eher kritisch, bei einem Sechstel (16,5 Prozent) sehr kritisch waren. Bei drei von zehn Betrieben (29,5 Prozent) waren die Liquiditätsengpässe eher unkritisch.

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Die Befragung zeigt auch, dass es im letzten Jahr gegenüber 2021 mehr Fälle gab, in denen Rechnungen verzögert oder gar nicht bezahlt wurden: Bei gut der Hälfte der befragten Druckereibetriebe (50,5 Prozent) stieg die Zahl der Ausfälle an, bei gut einem Drittel (36 Prozent) die Zahl der Verzögerungen. Fast ein Achtel der Unternehmen (11,5 Prozent) erlebte sowohl mehr Ausfälle als auch mehr Verzögerungen bei offenen Forderungen.

Zusätzliche Maßnahmen zur Liquiditätssicherung

Um die eigene Liquidität sicherzustellen oder zu verbessern, griffen neun von zehn der befragten Druckereien (88 Prozent) auf zusätzliche Finanzierungslösungen beziehungsweise Dienstleister zurück. Fast die Hälfte von ihnen (45,5 Prozent) nahmen neue Darlehen von Kreditinstituten auf, vier von zehn Betrieben (41 Prozent) engagierten Rechtsanwaltskanzleien oder Inkassodienste, um Forderungen durchzusetzen. Ein ähnlich hoher Anteil an Unternehmen (39 Prozent) verkaufte Anlagegüter an Händler oder andere produzierende Betriebe. Über ein Drittel der Befragten (36 Prozent) nutzte Factoring zur Liquiditätssicherung.

Detlef Küßner, Geschäftsführer der Close Brothers Factoring GmbH
Detlef Küßner, Geschäftsführer der Close Brothers Factoring GmbH (Quelle: Foto Rimbach GbR)

„Die Umfrage macht deutlich, wie stark die Liquidität von Druckereien im letzten Jahr belastet war“, so Detlef Küßner, Geschäftsführer der Close Brothers Factoring GmbH. „Vor dem Hintergrund ist es kein Wunder, dass so viele Unternehmen zusätzliche Lösungen und Dienstleister in Anspruch nahmen, um ihre Liquidität sicherzustellen und zu verbessern. Über ein Drittel griff dabei auf das Factoring zurück. Die wachsende Nachfrage bekamen auch wir deutlich zu spüren. Unser Geschäft mit Bestandskunden etwa konnten wir im letzten Jahr um mehr als 20 Prozent ausbauen.“

Bankunabhängig Liquidität sichern

Factoring kann Unternehmen insbesondere bei wachsenden oder gleichbleibenden Umsätzen erhebliche Vorteile bieten. Durch den regelmäßigen Verkauf von Forderungen an einen Dienstleister wie Close Brothers Factoring lässt sich bankunabhängig und zuverlässig die eigene Liquidität sichern und die Eigenkapitalquote auf einem guten Niveau halten. Durch die regelmäßigen, planbaren Zahlungseingänge können Betriebe außerdem größere Warenmengen mit kürzeren Zahlungszielen und damit zu besseren Konditionen erwerben. Da der Finanzdienstleister alle Forderungen direkt und zeitnah begleicht, sind darüber hinaus längere Zahlungsziele für Abnehmer möglich – ein zusätzliches, oft entscheidendes Verkaufsargument.

Über Close Brothers Factoring: Die Close Brothers Factoring GmbH ist ein Tochterunternehmen der größten unabhängigen britischen Handelsbank, der Close Brothers plc., mit Sitz in Mainz. Seit fast 20 Jahren ist der Dienstleister in Deutschland etabliert. Weitere Infos: www.closebrothers-factoring.de