Die aktuelle Umfrage

Nachhaltigkeit ist Teil des Ganzen (5)

Ralf Drache, Leiter Vertrieb Herma Haftmaterial
Ralf Drache, Leiter Vertrieb Herma Haftmaterial

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind derzeit die bestimmenden Themen in Politik und Wirtschaft. Auch die Etikettenbranche ist davon nicht ausgenommen. Anlass für Etiketten-Labels, Hersteller von Farben und Substraten nach ihren Vorstellungen und Plänen für die Zukunft zu befragen.

Wir stellten Herstellern und Anbietern von Druckfarben und Substraten drei Fragen:

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  1. 2020 wird ein interessantes Jahr, in dem viele Innovationen in ebenso vielen Bereichen zu erwarten sind. Neben neuen Produktionssystemen und Maschinen ist auch auf der Seite der Verbrauchsmaterialen Substrate, Farben, Klebstoffen u.v.a. mit Innovationen zu rechnen. Welche Entwicklungen werden das Jahr 2020 in Ihrem Hause bestimmen?
  2. Auch Ökologie & Nachhaltigkeit zählen zu den wesentlichen Themen, die für die nächsten Jahre die Produktion von Rohstoffen und Produktionsmitteln bestimmen. Welche Ideen und daraus folgende Produkte werden wir aus Ihrem Hause dazu in diesem Jahre sehen?
  3. Die drupa 2020 in Düsseldorf gehört zu den Highlights dieses Jahres. Können Sie dazu auch schon einen Einblick in ihre Neuheiten geben?

Entwicklung von neuen Klebstoffen bzw. Haftmaterialien forcieren

Ralf Drache, Leiter Vertrieb Herma Haftmaterial

Logo_Green-Label-Printing klein 200 pixel hochZu 1: 2020 nehmen wir unser neues Beschichtungswerk am Herma Hauptsitz in Filderstadt in Betrieb. Wir haben dort rund 80 Millionen Euro investiert. Es ist u.a. speziell auf besonders nachhaltige Produkte ausgerichtet, die unten näher beschrieben werden. Gleichzeitig wird uns dieses Werk aber auch generell neue Möglichkeiten im Bereich des Folien-Sortiments eröffnen. Zudem werden wir dort verstärkt Produkte mit PET-Liner fertigen. In Hinblick auf Klebstoffe legen wir einen wichtigen Fokus auf neue Lösungen für Clear-on-Clear-Anwendungen. Darüber hinaus wollen wir unseren guten Ruf als Problemlöser weiter untermauern, etwa mit Lösungen für Tamper Evident oder andere anspruchsvolle Etikettier-Herausforderungen.

„In Hinblick auf Klebstoffe legen wir einen wichtigen Fokus auf neue Lösungen für Clear-on-Clear-Anwendungen.“

Zu 2: Wir haben auf der Labelexpo und auf der Fachpack mit dem Herma InNo-Liner System eine Lösung vorgestellt, wie sich bei Versandetiketten das Unterlagenmaterial komplett vermeiden lässt. Damit kann dessen bislang aufwändige Entsorgung entfallen – ein riesiger Umweltvorteil, der sofort einleuchtet. Das Interesse daran war und ist dementsprechend groß. Die ersten Projekte setzen wir im Moment schon mit namhaften Markenartiklern um; weitere Projekte sind in der Pipeline. Das Thema steht also noch ganz am Anfang und bietet ein enormes Potenzial auch unter ökologischen Kriterien. Es wird 2020 zum Beispiel auf den Messen Logimat und Interpack erneut im Mittelpunkt der Herma-Auftritte stehen. Daneben forcieren wir die Entwicklung von neuen Klebstoffen bzw. Haftmaterialien, die Recyclingprozesse und ökologisch vorteilhafte Mehrwegsysteme unterstützen. Daraus entstehen dann zum Beispiel Etiketten, die einerseits sicher haften, sich aber andererseits in Reyclingprozessen wieder rückstandsfrei ablösen lassen. So lässt sich wieder sehr reines Ausgangsmaterial für neue hochwertige Produkte zurückgewinnen. Zugleich führen wir selbst verstärkt Materialien ein, die einen hohen Anteil von recycelten Materialien enthalten. Auch auf diesem Gebiet ist noch sehr viel möglich. [11940]

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