Die Tarifgespräche für die deutsche Druckindustrie gehen in die nächste Runde – eine Einigung zwischen BVDM und ver.di steht noch aus (Quelle: KI-generiert)
Bei der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 130.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie ist am 19. August 2026 in Berlin keine Einigung erzielt worden. Die Gewerkschaft ver.di hat ein Angebot des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) abgelehnt; die Gespräche werden am 10. September 2026 in Hamburg fortgesetzt.
Der BVDM hatte zu Beginn der Verhandlungsrunde erneut auf die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen hingewiesen. Herausfordernde Rahmenbedingungen und strukturelle Veränderungen führten zu geringer Auslastung und sinkender Produktivität in der Branche. Als Folge stiegen Firmeninsolvenzen und Betriebsschließungen. Der Spielraum für Tariferhöhungen sei daher geringer als in Vorjahren.
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Arbeitgeberangebot: zwei Lohnerhöhungen
Das Angebot des BVDM sieht zwei lineare Lohnerhöhungen vor: 2,0 Prozent zum 1. Januar 2026 und 1,7 Prozent zum 1. Januar 2027, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. ver.di wies diesen Vorschlag als unzureichend zurück.
„Unser Angebot ist ein ernsthafter Schritt auf dem Weg zu einem tragfähigen Tarifabschluss. Jetzt kommt es darauf an, miteinander konstruktiv an einer Einigung weiterzuarbeiten statt Positionen zu verhärten. Tarifsteigerungen sind nur in dem Umfang möglich, den die Betriebe auch erwirtschaften können. Am Ende braucht es eine Lösung, die von den Unternehmen finanzierbar ist und von beiden Seiten akzeptiert werden kann, fasst Dr. Klemens Berktold, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, die Position der BVDM-Verhandlungskommission zusammen.
Die Verhandlungen wurden auf den 10. September 2026 in Hamburg vertagt.