Erfolgreiche Retrofits bei Great Lakes Label und Jenacre Labels
Domino N610i-R erweitert zwei Flexolinien um Digitaldruck
von Redaktion Etiketten-Labels,
Die Mark Andy-DSiQ-R mit ergänzter Domino N610i-R bei Great Lakes Label schaft rund 30 Prozent mehr Kapazität auf den anderen Maschinen (Quelle: Domino)
Der US-amerikanische Etikettenverarbeiter Great Lakes Label und der britische Weiterverarbeiter Jenacre Labels haben jüngst das nachrüstbare Digitaldruckmodul Domino N610i-R in ihre bestehenden Flexodrucklinien integriert, um digitale Druckfunktionen inline und ohne Neuinvestition in vollständige Digitaldruckmaschinen zu realisieren.
Die steigende Nachfrage nach kürzeren Auflagen, schnelleren Durchlaufzeiten und stärkerer Individualisierung stellt Etikettenverarbeiter zunehmend vor Investitionsentscheidungen. Der vollständige Ersatz bestehender Druckmaschinen ist dabei nicht immer wirtschaftlich oder organisatorisch sinnvoll. Retrofit-Lösungen rücken daher stärker in den Fokus, da sie digitale Druckfunktionen in vorhandene Flexodruck-Linien integrieren, ohne zusätzlichen Platzbedarf zu erzeugen.
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Digitaldruck als Nachrüstung
Mit dem nachrüstbaren Domino N610i-R Digitaldruckmodul steht Weiterverarbeitern eine Möglichkeit zur Verfügung, digitale Druckfunktionen in bestehende Produktionsumgebungen einzubinden. Die aktuellen Installationen bei Great Lakes Label in den USA und bei Jenacre Labels im Vereinigten Königreich zeigen, wie dieser Ansatz in der Praxis umgesetzt wird.
Great Lakes Label installierte das N610i-R als Teil einer Mark-Andy-DSiQ-R-Retrofit-Lösung und ergänzte damit eine bestehende Mark Andy Performance Series P5 Flexodruckmaschine um digitale Druckfunktionen. Jenacre Labels integrierte das Modul als Inline-Lösung in eine seiner Nilpeter-Druckmaschinen.
Marktanforderungen als Auslöser
Tony Cook, Gründer und CEO von Great Lakes Label, beschreibt die Ausgangslage:
„Mit der steigenden Nachfrage nach kürzeren Produktionsläufen und variablem Druck war für uns klar, dass digital der nächste logische Schritt ist. Gleichzeitig wollten wir unsere bestehenden Möglichkeiten ergänzen, ohne die Effizienz zu beeinträchtigen.“
Auch David Duncan, Geschäftsführer von Jenacre Labels, verweist auf vergleichbare Marktanforderungen im Vereinigten Königreich. Sein Unternehmen suchte insbesondere nach einer Lösung für die effiziente Produktion von Kurzauflagen mehrseitiger Peel-and-Reveal-Etiketten mit komplexen variablen Daten:
„Digitaldruck war die offensichtliche Antwort, aber eine eigenständige Digitaldruckmaschine mit zusätzlichen Offline-Finishing-Schritten kam für uns weder aus Kosten- noch aus Logistikgründen in Frage. Wir wollten eine Inline-Lösung für unsere bestehenden Nilpeter-Maschinen.“
Zusammenarbeit im Retrofit-Konzept
Great Lakes Label hebt die Zusammenarbeit zwischen Domino und Mark Andy im Rahmen der Retrofit-Lösung hervor. Tony Cook erklärt: „Das war genau das, worauf wir gehofft hatten – ein innovativer Hybridansatz, der es uns ermöglicht, unsere bestehenden Maschineninvestitionen optimal zu nutzen und gleichzeitig digitale Funktionen hinzuzufügen. Mit dieser neuen Fähigkeit folgen wir nicht einfach dem Markttrend – wir gestalten ihn mit.“
Auch Jenacre Labels bewertet den Implementierungsprozess positiv. David Duncan sagt: „Dominos Technologie, Expertise und Support haben uns die Sicherheit gegeben, diesen Schritt zu gehen: Vom ersten Kontakt über die Installation bis zur Schulung war die kontinuierliche Unterstützung für den Erfolg des Projekts entscheidend.“
Effekte im laufenden Betrieb
Nach Angaben von Jenacre Labels zeigte sich der Nutzen der Integration unmittelbar:
„Bereits ab dem ersten Tag war die Möglichkeit, effizient mehrere SKUs zu fahren, ein großer Vorteil. Die Druckkonsistenz ist ausgezeichnet. Vor- und Anpassungen direkt an der Maschine ohne Farbmischungen oder Plattenwechsel haben einen erheblichen Unterschied gemacht, die Produktionszeit verbessert, die Effizienz gesteigert und unsere Durchlaufzeiten reduziert.“
Great Lakes Label berichtet, dass durch die neue Konfiguration rund 30 Prozent Kapazität auf anderen Maschinen freigesetzt worden seien. Zudem hebt Tony Cook den frühen Einsatz der Technologie hervor: „Wir waren begeistert, die ersten nordamerikanischen Verarbeiter zu sein, die diese Technologie implementiert haben. Diese Partnerschaft ist für uns ein echter Wendepunkt. Sie ermöglicht es uns, unsere Kunden mit hochwertigen, effizienten Digitaldrucklösungen zu bedienen und gleichzeitig von allen Vorteilen des Flexodrucks zu profitieren.“
Aus Sicht beider Anwender geht das Domino N610i-R Digitaldruckmodul über eine reine technische Nachrüstung hinaus und wird als strategische Erweiterung der bestehenden Produktionsplattformen bewertet, um auf künftige Anforderungen im Etikettendruck reagieren zu können.