Cerm stellt mit O2 ein cloudnatives MIS für Etikettenverarbeiter vor (Quelle: Cerm)
Cerm hat mit O2 ein neues cloudbasiertes Management-Informationssystem für die Etiketten-, flexible Verpackungs- und Faltschachtelindustrie vorgestellt. Die Plattform soll auf der LOUPE Americas vom 15. bis 17. September 2026 erstmals öffentlich gezeigt werden.
Die Entwicklung von O2 basiert auf dem wachsenden Bedarf an cloudbasierter Software. Cerm greift dabei auf mehr als 40 Jahre Branchenerfahrung und die Entwicklung seines MIS Cerm7 zurück, das weltweit bei mehr als 500 Unternehmen im Einsatz sei. Die Übernahme des Software-Unternehmens OMIKAI im Jahr 2025 habe zusätzliche Cloud-Entwicklungskompetenz eingebracht und die Entwicklung einer neuen MIS-Generation beschleunigt.
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„Unser Team war traditionell sehr stark darin, etiketten- und verpackungsspezifische Anforderungen und Funktionalitäten über unsere bewährte Cerm7-Produktsuite abzudecken“, sagt Jan Heyse, CEO von Cerm. „Wir setzen diese Entwicklung fort und ergänzen nun ein cloudnatives MIS-Produkt der nächsten Generation, das Kunden von IT-Infrastruktur- und Sicherheitsaufgaben entlastet und ihnen Zugang zu 40 Jahren Workflow-Erfahrung aus der Etiketten- und Verpackungsindustrie in einem modernen Technologie-Stack bietet.“
Stufenweiser Funktionsausbau geplant
Anstatt den gesamten Funktionsumfang von Cerm7 von Beginn an abzubilden, verfolgt Cerm einen stufenweisen Ansatz. O2 richtet sich zunächst an kleine und mittelständische Verarbeiter, die von Digitalisierung und Automatisierung profitieren können, ohne die Komplexität einer umfassenden Enterprise-MIS-Implementierung zu benötigen. Die erste Version konzentriere sich vorrangig auf Etikettenverarbeiter; Funktionen speziell für flexible Verpackung und Faltschachtelproduktion sollen in einer zweiten Phase folgen.
Langfristig soll die cloudbasierte Plattform zunehmend anspruchsvollere Produktionsumgebungen und Workflows unterstützen. „Unser Ziel ist eine Plattform, mit der Unternehmen wachsen können“, so Heyse. „Wir beginnen mit spezifischen Anwendungsfällen, in denen O2 sofort einen Mehrwert bieten kann, und werden die Funktionalität weiter ausbauen, während sich sowohl die Plattform als auch unsere Kunden weiterentwickeln.“
Automatisierung, KI und Partnernetzwerk
O2 verbinde Cloud-Technologie, eine überarbeitete Benutzeroberfläche, Automatisierungsfunktionen und integrierte Branchenintelligenz, so Cerm. Das System verfolge einen API-First-Ansatz für Integrationen und solle vom bestehenden Partnernetzwerk profitieren, zu dem unter anderem Esko, HYBRID Software, ABG und SCREEN gehören.
Neben O2 zeigt Cerm auf der LOUPE Americas den KI-Agenten Lexis, der eingehende Kunden-E-Mails und Anhänge in validierte Aufträge im MIS überführen soll. Außerdem werden Smart BI Enterprise als aktuelle Version der Business-Intelligence-Lösung, Cerm Tempo mit erweiterten Feinplanungsfunktionen sowie verbesserte Werkzeuge für Qualitätsmanagement und Rückverfolgbarkeit vorgestellt. Cerm ist auf der LOUPE Americas an Stand 3419 vertreten.