Harmonisierter Ansatz zur CO₂-Berechnung entwickelt
FINAT schließt PCF-Workshopreihe ab
von Redaktion Etiketten-Labels,
Mithilfe einer Workshopreihe erarbeiten Vertreter aus allen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette eine Methodik zur Ermittlung von CO2-Fußabdrücken (Quelle: FINAT)
FINAT hat eine Reihe von vier Workshops zur Entwicklung eines harmonisierten Branchenansatzes für die Berechnung des Product Carbon Footprint (PCF) für selbstklebende Etikettenlaminate und bedruckte Etiketten abgeschlossen. Nach Angaben des Verbands nahmen rund 90 Vertreter aus etwa 70 Organisationen entlang der Wertschöpfungskette an dem Programm teil. Ziel sei eine abgestimmte und nachvollziehbare Methodik zur Ermittlung von CO₂-Fußabdrücken.
FINAT verfolgt das Ziel, eine belastbare Cradle-to-Gate-Methodik für die PCF-Berechnung zu entwickeln. Diese soll eine konsistente und vergleichbare Ermittlung der CO₂-Emissionen von Etiketten ermöglichen.
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Die Workshopreihe umfasste strategische und technische Inhalte:
Workshop 1 – Einführung und Definition
Auftaktveranstaltung zur Zieldefinition und Festlegung des Projektumfangs.
Kontinuierliche Arbeitsgruppe
Eine Arbeitsgruppe aus FINAT-Mitgliedern begleitete das Projekt zur fachlichen Vertiefung und Weiterentwicklung.
Workshop 2 – Ziel- und Umfangsdefinition (1. Oktober 2025)
Festlegung der Systemgrenzen (Cradle-to-Gate) sowie methodischer Grundsätze.
Workshop 3 – Labelstock-Herstellung (25. November 2025)
Behandlung von Modul 1: Herstellungsprozesse für Haftmaterialien.
Workshop 4 – Weiterverarbeitung (26. November 2025)
Behandlung von Modul 2: Prozesse in der Etikettenkonfektionierung.
Die Durchführung erfolgte mit Unterstützung von Sphera, einem Anbieter im Bereich Life Cycle Assessment (LCA). Damit solle die methodische Fundierung sowie die Ausrichtung an anerkannten Standards sichergestellt werden.
Beteiligung entlang der Wertschöpfungskette
Zu den Teilnehmenden zählten Hersteller von Haftmaterialien, Etikettenverarbeiter, Zulieferer sowie markennahe Akteure. FINAT betont, dass die breite Beteiligung den Anspruch auf eine abgestimmte Branchenlösung unterstreiche. Nach Einschätzung der Beteiligten verdeutliche dies den Bedarf an einer Harmonisierung im Bereich Nachhaltigkeitsberichterstattung und CO₂-Transparenz.
Von der Diskussion zur Umsetzung
Die Workshops dienten laut FINAT nicht ausschließlich dem fachlichen Austausch. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen in die weitere Ausgestaltung eines PCF-Berechnungsrahmens einfließen. Der Verband sehe sich in der Rolle einer Plattform, auf der die europäische und internationale Etikettenindustrie Nachhaltigkeitsthemen strukturiert und fachlich fundiert bearbeiten könne.
Nächste Schritte
Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen und wachsender Erwartungen seitens der Kunden an transparente Nachhaltigkeitskennzahlen gewinnt eine abgestimmte PCF-Methodik an Bedeutung. Nach Angaben von FINAT soll die Initiative dazu beitragen,
methodische Konsistenz entlang der Wertschöpfungskette zu fördern,
Doppelarbeit in Unternehmen zu reduzieren,
Transparenz gegenüber Markeninhabern und Regulierungsbehörden zu erhöhen sowie
die Nachhaltigkeitspositionierung der Etikettenindustrie zu stärken.
Die Ergebnisse der Workshopreihe sollen nun in konkrete Leitlinien und weitere Projektschritte überführt werden. FINAT kündigt an, die nächsten Phasen zeitnah zu definieren. Mitglieder, die sich einbringen möchten, können sich per E-Mail an info@finat.com wenden (z. Hd. Karla Pastor).