Einladung zum infoKompakt „Digital First“ – Print zuletzt?“

BVDM informiert über die Folgen der neuen EU-Regeln zu gedruckten Gebrauchsanleitungen, Packungsbeilagen und Etiketten

Quelle: BVDM
Quelle: BVDM

Die europäische Gesetzgebung setzt mit weitreichenden Folgen für gedruckte Packungsbeilagen, Gebrauchsanleitungen und Etiketten zunehmend auf das Prinzip „Digital First“. Über die aktuellen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Druck- und Medienbranche informiert der Bundesverband Druck und Medien e. V. (BVDM) in einer Online-Veranstaltung der Reihe infoKompakt „Digital First – Print zuletzt? Wie neue EU-Vorgaben Druckprodukte verdrängen“ am 15. Juni 2026 von 14 Uhr bis 16 Uhr.

Packungsbeilagen, Gebrauchsanleitungen und Etiketten sind ins Visier der europäischen Gesetzgebung geraten. Unter dem Motto „Digital First“ sollen gedruckte Packungsbeilagen für Medikamente sowie die Gebrauchsanleitungen vieler Produkte durch digitale Produktinformationen abgelöst werden. Auch Mindestanforderungen an die Lesbarkeit von Etiketten für chemische Erzeugnisse stehen zur Disposition. Leidtragende sind außer den betroffenen Druckereien alle Menschen, die auf gedruckte Produktinformationen angewiesen sind.

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Zahlreiche Rechtsvorschriften der EU enthalten Bestimmungen darüber, wie über die sachgemäße und sichere Handhabung bzw. Anwendung von Produkten informiert werden muss. Mit der überarbeiteten Humanarzneimittel-Richtlinie sowie den beiden Omnibus-Paketen zur Digitalisierung von Produktvorschriften und zur Vereinfachung von Vorschriften für chemische Erzeugnisse sollen die Hersteller der jeweiligen Produkte von bürokratischen Lasten befreit werden.

Gefahr der Verdrängung

Für die Druckindustrie hat dies jedoch negative Folgen. Druckprodukte können durch vermeintlich gleichwertige digitale Alternativen ersetzt, nur noch in geringer Stückzahl „on demand“ bestellt oder auf weniger komplexe Varianten reduziert werden. Patientinnen und Patienten sowie Verbraucherinnen und Verbraucher der betroffenen Produkte würden damit vom Zugang zu wichtigen Informationen ausgeschlossen.

Das infoKompakt des BVDM informiert über den aktuellen Stand der Gesetzgebung und die zu erwartenden Folgen für die betroffenen Druck- und Medienunternehmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, welche Packungsbeilagen, Gebrauchsanleitungen und Etiketten von den neuen Vorgaben betroffen sind, und welche gedruckten Produktinformationen vorgeschrieben bleiben. Darüber hinaus erläutern die Referenten, wo aktuell noch Einfluss auf die Gesetzgebung möglich ist, wie sich betroffene Unternehmen strategisch auf die Veränderungen vorbereiten können und geben Argumente, die im Dialog mit Kunden helfen können.

Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung infoKompakt „Digital First – Print zuletzt? Wie neue EU-Vorgaben Druckprodukte verdrängen“ ist für Mitglieder der Verbände Druck und Medien kostenfrei. Von Nicht-Mitgliedern wird eine Gebühr von 120 Euro zzgl. gesetzlicher MwSt. erhoben.

Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.bvdm-online.de/info-center/veranstaltungen/infokompakt-digital-first.