Gruppenweite Investitionen

Nordvalls setzt auf Automatisierung von Martin Automatic

Moritz Osthoff mit Patrik Jenemark im Nordvalls Werk in Bjuv (Quelle: Martin Automatic)
Moritz Osthoff mit Patrik Jenemark im Nordvalls Werk in Bjuv (Quelle: Martin Automatic)

Der skandinavische Etikettenhersteller Nordvalls Etikett investiert gruppenweit in Nonstop-Automatisierung von Martin Automatic. An mehreren Flexodruckmaschinen und Weiterverarbeitungslinien sollen MBS-Nonstop-Abwickler die Produktionseffizienz erhöhen, Stillstandszeiten reduzieren und die Prozessstabilität verbessern.

Die Investition in Technologie von Martin Automatic zielt laut Nordvalls nicht in erster Linie auf höhere Maschinengeschwindigkeiten. Patrik Jenemark, CEO der Gruppe, sagt: „Was wir vor allem schätzen ist die zuverlässige Effizienz, die das Martin Equipment in unsere Produktion bringt. Da wir die Druckmaschinen nonstop laufen lassen können, produzieren wir mehr pro Schicht, gewährleisten gleichbleibend höhere Qualität und reduzieren die Makulatur erheblich.“

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In den vergangenen zehn Jahren installierte Nordvalls insgesamt sechs Martin MBS Nonstop-Abwickler. Die Anlagen laufen innerhalb der Gruppe an verschiedenen Schmalbahn-Flexodruckmaschinen von Mark Andy und Gallus sowie an ABG-Omega-Stanzlinien. „Sie liefern uns immer eine perfekte Klebestelle, was die Maschinenlaufzeit verbessert und die Arbeitsbelastung der Maschinenführer reduziert. Und weil wir die Anlage nicht für manuelle Rollenwechsel anhalten und anschließend die Geschwindigkeit wieder hochfahren müssen, erzielen wir eine gleichmäßigere Qualität“, so Jenemark.

MBS-Rollenwechsler an ABG-Omega-Linie

Vor dem Hintergrund veränderter Anforderungen im Markt für bedruckte Verpackungen verfolgt Nordvalls nach eigenen Angaben eine Strategie, die das Unternehmen als „Nordvalls 2.0“ bezeichnet. Ein aktuelles Beispiel ist die Installation eines Martin-MBS-Rollenwechslers an einer ABG-Omega-Linie. Nach Darstellung von Nordvalls führte die vergleichsweise niedrige Produktionsgeschwindigkeit der Omega-Anlage zuvor zu einem Engpass. Mit dem MBS-Rollenwechsler sei dieser Engpass beseitigt worden.

Markttrends bestimmen Investitionsstrategie

Jenemark sieht vier wesentliche Entwicklungen im Markt: „Wir sehen vier klare Trends in unserer Branche: Personalisierung/Individualisierung, Nischenmarken, Nachhaltigkeit und Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften – und unsere Investitionsstrategie ist darauf ausgerichtet, all diese Anforderungen in Zukunft zu erfüllen.“ Ziel sei es, die handwerkliche Kompetenz und Erfahrung des Unternehmens mit aktuellen technologischen Möglichkeiten zu verbinden. Damit wolle Nordvalls Kunden beim Ausbau ihres Geschäfts unterstützen. „Ein Etikett ist so viel mehr als reine Dekoration und Produktkennzeichnung und die Anforderungen werden weiter steigen, daher ist es entscheidend, dass wir auf alle reagieren können“, fügte Jenemark hinzu.

Martin Automatic verweist auf ROI

Auch Martin Automatic sieht in der Automatisierung einen Ansatz, um auf steigende Anforderungen in der Verpackungsproduktion zu reagieren. Chris Chappel, Vertriebsleiter bei Martin Automatic, erklärt: „Da der Druck auf die Verarbeiter wächst, Produkte von höchster Qualität mit kürzeren Lieferzeiten zu liefern, gilt: Je stärker der Produktionsprozess automatisiert werden kann, desto besser. Unsere Beziehung zu Nordvalls reicht viele Jahre zurück, und der Grund, warum sie weiterhin so gut funktioniert, liegt in der schlichten Effizienz des MBS-Rollenwechslers und dem schnellen Return on Investment, den er bietet.“

Nachhaltigkeit als strategisches Thema

Nachhaltigkeit ist laut Nordvalls ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Das Unternehmen betrachtet ökologische, finanzielle und soziale Aspekte als miteinander verbunden. Jenemark sagte dazu: „Nachhaltigkeit, die Bestand hat, bringt Ergebnisse. Wir setzen uns dafür ein, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können. Nachhaltige Lösungen sind überlebenswichtig, sowohl im Leben als auch in der Wirtschaft, und wir arbeiten hart daran, ein möglichst breites Sortiment an umweltfreundlichen und klimabewussten Materialien anzubieten.“

Über Nordvalls Etikett

Nordvalls Etikett zählt mit sechs Produktionsstandorten in Nordeuropa zu den führenden Etikettenherstellern Skandinaviens. Das Unternehmen wurde 1907 von Victor Hugo Olsson gegründet und beschäftigt heute mehr als 350 Mitarbeiter. Produktionsstandorte befinden sich in Sjöbo, Bjuv und Mölnlycke in Schweden sowie in Trondheim in Norwegen. Zur Gruppe gehören außerdem Watermill Press in Bradford, Großbritannien, und Kölle Etiketten in Esslingen, Deutschland.

Seit 2017 ist Nordvalls Teil der deutschen Possehl-Gruppe. Die Nordvalls-Werke erzielen nach Unternehmensangaben zusammen einen Jahresumsatz von mehr als 300 Mio. EUR. Beliefert werden unter anderem Kunden aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Pharmazie, Tabakindustrie sowie aus den Bereichen E-Commerce, Chemie, Kosmetik und Logistik.