Weiterverarbeitung

MRE installiert zweite Lesko-Konfektioniermaschine

Die neu installierte Lesko CL 440 DIE 2 bei MRE erweitert die Kapazitäten in der Konfektionierung (Quelle: Lesko)
Die neu installierte Lesko CL 440 DIE 2 bei MRE erweitert die Kapazitäten in der Konfektionierung (Quelle: Lesko)

Die MRE Mehner & Rust Etiketten GmbH hat Anfang Juli an ihrem Standort im sächsischen Lichtentanne eine zweite Konfektioniermaschine von Lesko Engineering installiert. Die über Grafische Systeme GmbH beschaffte Lesko CL 440 DIE 2 ersetzt eine ältere Anlage und soll die Rollenendfertigung des Etikettenherstellers modernisieren.

MRE Etiketten produziert seit 2002 in Lichtentanne und beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter. Zum Angebot gehören bedruckte und unbedruckte Haft- und Kartonetiketten auf Rolle, Blatt oder als Leporello. Bereits 2023 bestellte das Unternehmen bei Grafische Systeme GmbH eine Konfektioniermaschine von Lesko Engineering. Die Anlage verfügt über zwei rotative Stanzwerke sowie einen Scherenschnitt-Längsschneider mit automatisch positionierbaren Messern.

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Im Zuge der weiteren Modernisierung des Maschinenparks sollte nun eine ältere Konfektioniermaschine ersetzt werden. Aufgrund der Erfahrungen mit der vorhandenen Lesko-Anlage entschied sich MRE erneut für eine Maschine dieses Herstellers. Als weitere Gründe für die Investition nennen die Geschäftsführer Heiko Mehner und Klaus-Dieter Rust das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die kompakte Bauweise.

Anpassungen für die Prozessoptimierung

Die neue Lesko CL 440 DIE 2 entspricht in ihrer Ausstattung weitgehend der bereits vorhandenen Maschine. Einzelne Änderungen gehen auf Vorschläge der Bediener zurück, die sich aus dem täglichen Betrieb ergeben hatten. Lesko setzte diese Anpassungen bei der neuen Anlage um.

Die Maschine ist mit einer Abwicklung für Rollen mit bis zu 800 mm Durchmesser und einem Gewicht von maximal 200 kg ausgestattet. Über eine direkt dahinter angeordnete Makulaturaufwicklung können Teile mit unzureichender Qualität aus der Rolle entfernt werden. Eine Registersteuerung an beiden Stanzwerken ermöglicht die Verarbeitung bedruckter Etiketten. Die Magnetzylinder werden mithilfe eines in den Maschinenrahmen integrierten Krans gewechselt. Servoantriebe an den beiden Matrixaufwicklungen sollen auch bei filigranen Gittern einen stabilen Lauf ermöglichen.

Unterschiedliche Systeme zum Längsschneiden

Für den Randbeschnitt verfügt die Anlage über eine Quetschmessereinheit. Eine Scherenschnitteinheit dient zum Teilen der Bahn. Sie ist als Kassette ausgeführt und kann gegen eine Kassette mit Rasiermesserschneiden ausgetauscht werden. Sämtliche Umlenkrollen der Maschine sind antihaftbeschichtet. Die Aufwicklung wurde von Lesko an die Anforderungen von MRE angepasst. Das Standard-Semiturret kann automatisch drehen oder zwei Rollen parallel aufwickeln. Durch eine dritte Position der Platte und die Entnahme einer Wickelspindel lassen sich zudem Rollen mit einem Durchmesser von bis zu 500 mm aufwickeln.

Flexodruck und Weiterverarbeitung im eigenen Betrieb

MRE ist als vollstufiger Betrieb organisiert und verfügt über eine eigene Druckvorstufenabteilung. Produziert wird im UV-LED-Flexodruck mit bis zu acht Druckwerken einschließlich Lackierung und Kaltfolienprägung. Das Unternehmen fertigt außerdem Sicherheits- und mehrlagige Etiketten. Kartonetiketten, beispielsweise zur Warenauszeichnung, werden bedruckt oder unbedruckt sowie mit Stanzung, Lochung oder Perforation angeboten. Für unbedruckte Selbstklebeetiketten, darunter Laserblattware, stehen verschiedene Formen und Materialien zur Verfügung. Für die Holzindustrie produziert MRE reißfeste und wetterbeständige Folienetiketten zur Holzkennzeichnung.