Nachhaltige Prozesswärme

Kurz nimmt Power-to-Heat-Anlage in Betrieb

Ö&N Kurz Power to heat anlage
Ö&N Kurz Power to heat anlage

Leonhard Kurz hat gemeinsam mit Energynest eine Power-to-Heat-Anlage mit integriertem Wärmespeicher am Standort Sulzbach-Rosenberg in Betrieb genommen. Das System soll über 70 Prozent des Wärmebedarfs einer Produktionslinie mit erneuerbarem Strom decken und den Erdgasverbrauch um mehr als 3,5 GWh pro Jahr senken.

Die Anlage kombiniert einen 3-MW-Elektroheizer mit einer thermischen Batterie von Energynest, die eine Speicherkapazität von 12 MWhth bietet. Das System ist in die bestehende Thermalölinfrastruktur des Standorts integriert und bezieht den Strom überwiegend aus einer direkt angebundenen Freiflächenphotovoltaikanlage. Damit könne laut Unternehmen Hochtemperatur-Prozesswärme bedarfsgerecht bereitgestellt werden.

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Nach Angaben von Kurz wird die Anlage jährlich mehr als 3 GWhth saubere Wärme erzeugen. Über 40 Prozent des Wärmebedarfs sollen dabei aus gespeicherter Wärme bereitgestellt werden. Gleichzeitig soll der Erdgasverbrauch um mehr als 3,5 GWh pro Jahr sinken, was jährlich über 700 Tonnen CO₂ einspart.

Teil der Nachhaltigkeitsstrategie

Das Projekt ist in die Nachhaltigkeitsstrategie von Kurz eingebettet. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel einer klimaneutralen Produktion und nutzt an seinen deutschen Standorten bereits ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. Die Power-to-Heat-Anlage erweitert diesen Ansatz auf die industrielle Wärmeversorgung.

„Nachhaltigkeit ist tief in unserer Unternehmens-DNA verankert und bestimmt jeden Aspekt unserer Geschäftstätigkeit. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme dieser Anlage machen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf unserem Weg zu einer klimaneutralen Produktion. Das Projekt zeigt, wie innovative Energielösungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen können“, so Ralph Hopfensitz, Executive Senior Vice President Global Technology bei Leonhard Kurz.

Eines der ersten industriellen Power-to-Heat-Projekte

Die Lösung zählt nach Angaben der Beteiligten zu den ersten industriellen Power-to-Heat-Projekten in Deutschland, die Hochtemperaturwärme mit integrierter thermischer Energiespeicherung verbinden. Das Vorhaben wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.