Hybriddruck

Stic Image installiert Digital Series HD von Mark Andy

Cyrille Roze und Stéphane Rateau mit der Hybriddruckmaschine Mark Andy DSHD von Stic Image (Quelle: Mark Andy)
Cyrille Roze und Stéphane Rateau mit der Hybriddruckmaschine Mark Andy DSHD von Stic Image (Quelle: Mark Andy)

Der französische Etikettenkonverter Stic Image hat an seinem Standort in Lyon seine erste Maschine von Mark Andy in Betrieb genommen – eine Hybridanlage des Typs Digital Series HD. Der After-Sales-Service für Stic Image läuft künftig über Mach Global, den autorisierten Mark-Andy-Distributor in Frankreich.

Cyrille Roze, Geschäftsführer von Stic Image, begründet die Investition mit der Entwicklung des heimischen Marktes: „Der französische Etikettenmarkt polarisiert sich – oben eine Konsolidierung, in der Volumen dominiert, und das Verschwinden der ganz kleinen Etikettenbetriebe, die sich neue Technik nicht mehr leisten können. Im mittleren Segment sehe ich Nischenchancen, die zu unserem Profil und unserer Produktionsfähigkeit passen.“

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Ausstattung der neuen Anlage

Da ein hoher Anteil der Arbeiten bei Stic Image fünffarbig ausgeführt wird, hat Roze mit fünf Inkjet-Farben und fünf Flexowerken eine Maschine spezifiziert, die sich als Hybrid, als reine Digital- oder als reine Flexolinie betreiben lässt. Die Flexodruckwerke sollen vorwiegend für Sonderfarbendruck, Lackierung, Kaltfolienapplikation oder Kaschierung eingesetzt werden.

Die Anlage verarbeitet eine Bahnbreite von 430 Millimetern bei einer angegebenen Produktionsgeschwindigkeit von 73 Metern pro Minute. Mit Wendestangen, einem Gizmo (Bahnversetzer) und einer Stanzeinheit ausgestattet, produziert die Linie fertige Etiketten im Einzeldurchlauf. Laut Roze hat die Maschine die digitale Druck- und Weiterverarbeitungskapazität deutlich erhöht: „Das ist ein echter Gewinn, denn 60 Prozent unserer Personalkapazität sind in der Offline-Weiterverarbeitung gebunden. Die Mark Andy ist dadurch ein deutlich produktiveres Werkzeug. Sie ermöglicht uns, Aufträge von unseren Flexomaschinen zu verlagern, deren Auflagen zu klein geworden sind, um wirtschaftlich zu sein.“

Anwendungen und Auslastung

Etiketten für Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Pharma und Getränke machen rund 85 Prozent der Arbeiten aus. Jeder dieser Bereiche hat nach Angaben des Unternehmens eigene Anforderungen, für die sich die Mark-Andy-Maschine eigne. Mehr als die Hälfte der Produktion von Stic Image entsteht digital; die Digital Series HD wickelt bereits 20 Prozent des Gesamtausstoßes im Einschichtbetrieb ab.

Der Umsatz soll in diesem Jahr an sieben Millionen Euro heranreichen, überwiegend mit französischen Kunden und geringem Exportanteil. Roze will künftig verstärkt Weinproduzenten der Region als Kunden gewinnen. Rückenwind sieht er in der neuen Vertriebsstruktur: In Frankreich wird Mark Andy inzwischen exklusiv von Mach Global unter Inhaber Stéphane Rateau vertreten. „Die neue Aufstellung von Mark Andy in Frankreich mit Stéphane Rateau gibt uns die Sicherheit, dass unsere Investition in die Technologie des Unternehmens von einem verlässlichen Team gut betreut wird. Ich möchte die volle Leistungsfähigkeit des DSHD-Hybrids nutzen, um unser Geschäft auszubauen“, so Roze abschließend.