Ausbildung und Fachkräfte

BVDM startet Umfrage zu Ausbildung und Fachkräften

Mit der achten bundesweiten Umfrage will der BVDM ein aktuelles Bild der Ausbildungs- und Fachkräftesituation in der Druck- und Medienwirtschaft gewinnen (Quelle: KI-generiert)
Mit der achten bundesweiten Umfrage will der BVDM ein aktuelles Bild der Ausbildungs- und Fachkräftesituation in der Druck- und Medienwirtschaft gewinnen (Quelle: KI-generiert)

Der Bundesverband Druck und Medien e. V. (BVDM) hat seine achte bundesweite Umfrage zur Ausbildungs- und Fachkräftesituation gestartet. Betriebe der Druck- und Medienwirtschaft können bis zum 4. Oktober 2026 teilnehmen und damit zur Weiterentwicklung von Bildungsangeboten und zur politischen Interessenvertretung der Branche beitragen.

Die Ausbildungs- und Fachkräftesituation in der Druck- und Medienwirtschaft bleibt nach Angaben des BVDM weiter angespannt. Als Gründe nennt der Verband die wirtschaftliche Lage, die demografische Entwicklung sowie ein verändertes Berufswahlverhalten, das die Besetzung von Ausbildungsplätzen erheblich erschwert. Mit der Umfrage will der BVDM ein aktuelles und präzises Bild der Lage in den Betrieben gewinnen.

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Gemischtes Bild bei der Ausbildung

Die Ergebnisse der Vorjahresumfrage zeichnen ein gemischtes Bild: 63 Prozent der Ausbildungsbetriebe boten ebenso viele Ausbildungsplätze an wie im Vorjahr, 22 Prozent erhöhten ihr Angebot und 15 Prozent reduzierten es. Zugleich sank der Anteil der Ausbildungsbetriebe auf 60 Prozent. Die Besetzung der Plätze verlief zwar erfolgreicher, dennoch bleibt die fehlende Ausbildungsreife vieler Jugendlicher eine Herausforderung. Trotz Nachwuchswerbung auf Präsenzveranstaltungen und weiterer Maßnahmen blieben viele Ausbildungsplätze unbesetzt.

Wachsender Fachkräftebedarf

Auch bei den Fachkräften ist die Lage angespannt. Viele qualifizierte Beschäftigte erreichen das Rentenalter, Nachbesetzungen gelingen häufig nicht oder nur mit erheblichem Aufwand. Als Folgen nennt der Verband Produktionsengpässe, eine höhere Belastung der Mitarbeiter sowie steigende Personalkosten. Zwar setzen Unternehmen zunehmend auf interne Weiterbildung, Umschulungen und Automatisierung, doch der Bedarf bleibt bestehen.

Teilnahme bis 4. Oktober

Mit der aktuellen Erhebung will der BVDM erfassen, wie sich diese Entwicklungen 2026 fortgesetzt haben. Die Ergebnisse fließen nach Angaben des Verbands direkt in die bildungspolitische Arbeit ein und sollen dabei helfen, Seminare, Programme und politische Forderungen auf den Bedarf der Unternehmen auszurichten. Die Teilnahme dauert nach Angaben des BVDM nicht länger als zehn Minuten, erfolgt anonym und ist vom 17. September bis zum 4. Oktober 2026 möglich. Der Ergebnisbericht soll voraussichtlich im November 2026 erscheinen und steht Teilnehmenden sowie Mitgliedsunternehmen der Druck- und Medienverbände zur Verfügung.

Die Teilnahme ist online unter https://www.umfrageonline.com/s/aus-fach-2026 möglich.