V. l. n. r.: Martin Löpp
(Maschinenbediener, Pockrandt), Sandro Trenna (Verkaufsleiter DE-Nord, Graficon), Julien Pockrandt (CEO, Pockrandt),
Stefan Berndt (Betriebsleiter, Pockrandt) vor der
FAT HI3 450
Steigende Qualitätsanforderungen, kürzere Lieferzeiten und wachsende Variantenvielfalt erhöhen den Automatisierungsdruck in der Weiterverarbeitung. Pockrandt Etiketten reagiert darauf mit einem umfassenden Investitionspaket.
In der Etiketten-Weiterverarbeitung stehen Prozesssicherheit, reproduzierbare Qualität und kurze Rüstzeiten im Fokus. Insbesondere im Schneiden und bei der Bahninspektion steigen die Anforderungen an Präzision und Durchsatz. Pockrandt Etiketten hat vor diesem Hintergrund den Maschinenpark gezielt erweitert.
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Kombinierte Investitionsstrategie
Beschafft wurde ein umfassendes Grafotronic-Gesamtpaket aus einer neuen Schneide- und Inspektionsmaschine HI3 450, einem vollautomatischen Hülsenschneider Velox sowie einem Upgrade-Modul für ein vollautomatisches Längsmessersystem SCI-FI. Das SCI-FI-Upgrade wird in eine bestehende Grafotronic DCL2 integriert, die seit 2018 bereits bei Pockrandt Etiketten im Einsatz ist. Die Maschinenabnahmen (FAT) für das Gesamtpaket fanden im Dezember 2025 im Werk von Grafotronic statt und befinden sich bereits in der Produktion.
Bewährte Basis aus dem laufenden Betrieb
Bereits 2018 hatte Pockrandt Etiketten in eine Grafotronic DCL2 in Kombination mit einer HI2-Combi investiert. Diese Maschinenlösung bildet weiterhin eine zentrale Säule der Produktion. Die erneute Investitionsentscheidung basiert auf den Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb, insbesondere in Bezug auf Maschinenverfügbarkeit, Verarbeitungsqualität und Flexibilität.
„Die bestehenden Anlagen haben unsere Erwartungen über Jahre hinweg erfüllt. Insbesondere die hohe Maschinenverfügbarkeit und die Qualität der Verarbeitung haben uns überzeugt“, erklärt Julien Pockrandt, CEO.
Produktionsausbau durch intelligente Automatisierung
Mit der HI3 450 erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten im Schneiden und in der 100 %-Bahninspektion. Ziel ist eine präzise Weiterverarbeitung bei gleichzeitig erhöhter Prozesssicherheit und Effizienz – ein relevanter Faktor bei steigenden Qualitätsanforderungen und kürzeren Lieferzeiten.
Der Velox-Hülsenschneider ergänzt das Paket um einen vollautomatisierten Prozessschritt, der zuvor manuell oder teilautomatisiert ausgeführt wurde. Die automatische und reproduzierbare Kernbearbeitung soll Rüstzeiten verkürzen und Bedienereinflüsse minimieren.
Ein zentrales Element der Investition ist das SCI-FI-Upgrade-Modul für die bestehende DCL2. Mit dem vollautomatischen Längsmessersystem wird die Maschine funktional und technologisch erweitert. Erwartet werden schnellere Jobwechsel, eine höhere Wiederholgenauigkeit und eine Performance-Steigerung. Gleichzeitig verlängert die Nachrüstung den Lebenszyklus der bestehenden Anlage.
Nachrüstung als nachhaltiger Ansatz
Die Entscheidung, eine Maschine aus dem Jahr 2018 gezielt zu modernisieren, unterstreicht den nachhaltigen Investitionsansatz von Pockrandt Etiketten. Anstatt bewährte Technik zu ersetzen, wird diese langfristig an aktuelle Marktanforderungen angepasst – ein Konzept, das der Philosophie von Grafotronic entspricht.
Projektabwicklung und Service
Neben der Technologie spielt auch die Zusammenarbeit eine Rolle. Pockrandt Etiketten hebt die gute Zusammenarbeit mit Grafotronic sowie mit der Graficon Maschinenbau AG hervor. Gerade bei komplexen Gesamtprojekten sei eine verlässliche Betreuung über den gesamten Lebenszyklus hinweg von zentraler Bedeutung.
Mit der aktuellen Investition reagiert Pockrandt Etiketten auf strukturelle Veränderungen in der Etiketten-Weiterverarbeitung. Die Kombination aus Kapazitätsausbau, Automatisierung zusätzlicher Prozessschritte und gezielter Nachrüstung bestehender Anlagen adressiert zentrale Anforderungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.