Digitalisierung und 2D-Codes prägen die Zukunft des Etikettendrucks
von Redaktion Etiketten-Labels,
Fachvorträge und Diskussionsrunden zu 2D-Codes, Automatisierung und digitalen Drucktechnologien prägten die Veranstaltung „Driving Digital in Label Printing“
(Quelle: Domino)
Aktuelle Entwicklungen im digitalen Etikettendruck standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Driving Digital in Label Printing“, zu der Domino Printing Sciences am 3. Juni Vertreter von Druckdienstleistern, Branchenorganisationen und Technologieunternehmen in das British Motor Museum eingeladen hatte. Im Fokus standen Markttrends, technologische Innovationen sowie die Anforderungen, die sich für Etikettenhersteller aus der fortschreitenden Digitalisierung ergeben.
Das Programm umfasste Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und Live-Demonstrationen von Drucksystemen. Zu den beteiligten Unternehmen und Organisationen gehörten neben Domino auch GS1 UK, Hybrid Software und GM Finishing.
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Ein zentrales Thema war die bevorstehende Einführung von 2D-Codes im Einzelhandel. Camilla Young, Programme Lead bei GS1 UK, erläuterte die Anforderungen an die nächste Generation von Barcodes. Entscheidend sei, dass sich 2D-Codes ebenso schnell und zuverlässig an der Kasse erfassen lassen wie bestehende Standards. Eine hohe Druckqualität sei daher eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung entsprechender Lösungen.
Praxisnahe Einblicke in den Transformationsprozess eines Druckunternehmens gab Rob Lorkins, Geschäftsführer von Labelnet. Das Unternehmen wurde 2025 mit einem DLP Award in der Kategorie „Excellence with Hybrid Printing“ ausgezeichnet. Im Gespräch mit FuturePrint-Mitgründer Frazer Chesterman schilderte Lorkins die Auswirkungen der Einführung digitaler Drucktechnologien auf ein zuvor stark flexodruckorientiertes Geschäftsmodell. Nach seinen Angaben ermöglichten die neuen Systeme unter anderem kürzere Durchlaufzeiten, eine höhere Flexibilität in der Produktion und die Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter aus Industrie und Technologie über die künftige Entwicklung des Etikettendrucks. Zu den Teilnehmern gehörten neben Young auch Leigh Mann, Managing Director von Label Solutions, Chris Spooner, Sales Director bei Hybrid Software, sowie Inkjet-Berater Lee Metters. Die Gesprächsrunde befasste sich unter anderem mit dem zunehmenden Einsatz von 2D-Codes, Strategien zur Effizienzsteigerung in der Produktion, den Auswirkungen von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz sowie dem Fachkräftemangel in der Druckindustrie.
Einigkeit bestand darin, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Verarbeitern, Markeninhabern und Technologieanbietern entscheidend sein wird, um den Wandel der Branche erfolgreich zu gestalten. Technologische Innovationen gelten dabei als wichtiger Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz.
Neben den Vorträgen konnten die Teilnehmer verschiedene Drucksysteme im Live-Betrieb erleben. Vorgestellt wurden unter anderem die neue digitale Etikettendruckmaschine Domino N410 LED sowie der Variablendatendrucker Domino K300.
Die N410 ist eine kompakte LED-Digitaldruckmaschine für den Farbetikettendruck. Sie erreicht eine Auflösung von bis zu 600 dpi und Druckgeschwindigkeiten von bis zu 50 Metern pro Minute. Der monochrome K300 ist für den hochauflösenden Druck variabler Daten und GS1-konformer 2D-Codes ausgelegt. Das System verarbeitet Rollen- und Bogenmaterialien mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Metern pro Minute und wird sowohl in hybriden Flexodrucklinien als auch für nachgelagerte Individualisierungsprozesse eingesetzt.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Führung durch die Sammlung historischer britischer Automobile des British Motor Museum. Die Ausstellung umfasst unter anderem bekannte Filmfahrzeuge, Rekordwagen und historische Rennfahrzeuge verschiedener Epochen.