Neue Druck- und Weiterverarbeitungslinie soll Effizienz steigern und die Erschließung zusätzlicher Marktsegmente ermöglichen.
Bube Concept investiert in Flexodruck- und Weiterverarbeitungstechnik von Rotocon
von Redaktion Etiketten-Labels,
Rotocon-RFP-350S-Druckmaschine mit modularer Sleeve-Technologie für den Flexodruck. (Quelle: Rotocon)
Die Bube Concept GmbH hat ihre Produktionskapazitäten mit neuer Flexodruck- und Weiterverarbeitungstechnik von Rotocon erweitert. Mit der Investition verfolgt der Etikettenspezialist nach eigenen Angaben das Ziel, die Produktionseffizienz zu erhöhen und zusätzliche Nischenmärkte zu erschließen.
Kern der Investition ist eine servoangetriebene Flexodruckmaschine vom Typ Rotocon RFP 350S. Die Anlage verfügt über eine modulare Sleeve-Technologie und ist für Produktionsgeschwindigkeiten von bis zu 200 m/min ausgelegt. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Bahnführung, eine Bahnreinigung, eine Corona-Vorbehandlung, sechs Flexodruckwerke mit UV-LED-Härtung, zwei Stanzstationen sowie ein Videobahnkontrollsystem.
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Ergänzt wird die Installation durch ein Klischeemontagesystem und einen automatischen Vier-Spindel-Turret-Umroller mit Hotmelt-Klebetechnologie. Die Anlage ist mit Servoantriebstechnik von Lenze, automatischer Kernpositionierung und -beladung sowie einer integrierten Maschinensteuerung ausgestattet.
Das in Pulheim ansässige Unternehmen produziert selbstklebende Etiketten für Industrieunternehmen sowie kleine und mittelständische Betriebe. Neben dem Hauptsitz verfügt Bube Concept über eine Niederlassung in Dresden und einen Produktionsstandort in Remscheid. Das Produktportfolio umfasst Etiketten, Produkt- und Packungsbeilagen sowie Thermotransferbänder.
Maschinenkonzept aus einer Hand
Nach Angaben von Geschäftsführer Ingo Bube fiel die Entscheidung für Rotocon aufgrund der Möglichkeit, verschiedene Verarbeitungs- und Automatisierungsmodule in einer einzigen Maschinenplattform zu integrieren. Dazu zählen unter anderem Falzeinheiten, Bogenanleger, Wendestangenmodule, vollautomatische Turret-Aufwickler, Stanzwerke sowie Lösungen für variable Druckdaten und die Trennung von Träger- und Obermaterial.
„Wir haben uns für diese Maschine entschieden, weil Rotocon alle unsere speziellen Anforderungen aus einer Hand erfüllen konnte – weit über die eigentlichen Flexodruckwerke hinaus“, erklärt Bube. Nach seinen Angaben habe das Unternehmen keine vergleichbare Lösung mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis gefunden.
Auch die Zusammenarbeit mit Marco Aengenvoort, Managing Director von Rotocon Europe, sei während des gesamten Projekts konstruktiv verlaufen und habe dazu beigetragen, eine auf die Produktionsanforderungen des Unternehmens zugeschnittene Maschinenkonfiguration zu entwickeln.
Mit der neuen Anlage kann Bube Concept künftig selbstklebende Etiketten auf Rolle und Bogen, Etiketten mit Rückseitendruck, variable Datenetiketten mit fortlaufenden Nummerierungen und Codes sowie Leporello-Etiketten produzieren. Darüber hinaus sind verschiedene Bogenanwendungen mit modernen UV-Druckeinheiten auf Basis der Sleeve-Technologie möglich.
Investition als Antwort auf Marktanforderungen
Nach Unternehmensangaben soll die Investition sowohl die Produktivität erhöhen als auch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig sieht Bube Concept darin eine strategische Antwort auf steigende Anforderungen im Bereich Umwelt- und Ressourcenschutz sowie auf den zunehmenden Wettbewerbs- und Kostendruck im Markt.
„Diese Ersatzinvestition ermöglicht uns erhebliche Effizienzsteigerungen und eröffnet die Möglichkeit, zusätzliche Nischenmärkte zu erschließen“, sagt Bube. Angesichts neuer Umweltvorschriften, insbesondere im Bereich der Abfallwirtschaft und lösungsmittelfreier Druckfarben, sowie des steigenden Preisdrucks sei die Anlage von großer Bedeutung für die Sicherung bestehender Arbeitsplätze und die Gewinnung neuer Kunden.
Über Rotocon
Rotocon mit Hauptsitz in Hamburg entwickelt und liefert Flexodruck- und Weiterverarbeitungssysteme für die Etiketten- und Verpackungsindustrie. Das Unternehmen kombiniert nach eigenen Angaben deutsche Engineering-Kompetenz mit einem internationalen Fertigungs- und Servicenetzwerk und bietet neben Maschinen auch Installations-, Wartungs- und Supportleistungen über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen an. Neben dem Hauptsitz in Deutschland unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Südafrika und den USA sowie ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk.