Deutsches Verpackungsinstitut lädt ein

Dresdner Verpackungstagung rückt Nachhaltigkeitsthemen in den Fokus

Bei der Dresdner Verpackungstagung 2026 stehen praxisnahe Lösungen für die Anforderungen der PPWR im Mittelpunkt (Quelle: dvi / Fotograf: André Wagenzik)
Bei der Dresdner Verpackungstagung 2026 stehen praxisnahe Lösungen für die Anforderungen der PPWR im Mittelpunkt (Quelle: dvi / Fotograf: André Wagenzik)

Das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) veranstaltet am 3. und 4. Dezember 2026 in Dresden die 36. Dresdner Verpackungstagung. Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung PPWR – von Mehrweg über Ökobilanzen und Verpackungslinien bis zu Hochleistungsbarrieren, Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz.

Die Tagung findet seit 1990 statt und richtet sich an die gesamte Wertschöpfungskette Verpackung – von Herstellern von Packstoffen und Packmitteln über Markenartikler und Handel bis zu Maschinenbau, technischen Lieferanten, Recyclern und Wissenschaft. Wie in den Vorjahren nehmen auch zahlreiche Studierende verpackungsrelevanter Studiengänge aus Deutschland und Österreich teil. Die PPWR bildet nach Angaben des dvi den inhaltlichen Rahmen der gesamten Veranstaltung. Der Fokus liege dabei auf gemeinsamen Lösungen, mit denen sich das neue Regelwerk mitgestalten lasse. Bis zum 15. Oktober 2026 gelten Konditionen für Frühbuchende.

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Mehrweg in B2B und B2C

Der erste Themenblock widmet sich Mehrweglösungen. Drei Best-Practice-Beispiele zu Verkaufsverpackungen für Pflanzen, Kaffee und vorverpackte Lebensmittel sollen zeigen, wie sich entsprechende Konzepte im B2B- und B2C-Bereich umsetzen lassen. Dabei geht es unter anderem um Kennzeichnung, Serialisierung und Tracing als Grundlage für die Systemsteuerung. Zudem behandeln die insgesamt vier Vorträge und das abschließende Panel die Daten-, Logistik- und Prozessanforderungen an Transportverpackungen.

Ökobilanzen und PCF-Standard

Nach der Mittagspause steht der strategische Einsatz von Ökobilanzen (LCA) im Mittelpunkt. Laut dvi sind Ökobilanzen im Verpackungsbereich trotz ISO-Zertifizierung weiterhin angreifbar und umstritten. Die Tagung greift deshalb Ansätze aus anderen Branchen auf und diskutiert, welche methodischen Festlegungen sinnvoll sein könnten. Neben Praxisbeispielen aus dem Verpackungsbereich ist auch der PCF-Standard (Product Carbon Footprint) für verschiedene Drucktechnologien Thema.

Weiterentwicklung ohne Neuinvestition

Ein weiterer Block befasst sich mit Maschinen und Automatisierung. Im Zentrum steht die Frage, wie Unternehmen Investitionsentscheidungen zur Anpassung ihrer Verpackungslinien treffen können, solange wesentliche regulatorische Vorgaben der PPWR noch nicht abschließend definiert sind. Dazu geben Multivac, Rovema und Former Fab Einblicke. Optima befasst sich anschließend mit KI-Assistenz in der Produktion.

Barrieren und Rezyklateinsatz

Der zweite Tagungstag beginnt mit einem Bühnengespräch zum Thema Design for Recycling. Ergänzend werden zwei Hochleistungsbarrieren vorgestellt. Die Teilnehmenden sollen so Orientierung erhalten, in welche Richtung sich Verpackungen entwickeln lassen, obwohl die Delegierten Rechtsakte noch fehlen. Den Abschluss bildet ein Block mit Experten aus Kunststofferzeugung und Kunststoffrecycling zu Rezyklatquote und Rohstoffrisiko. Sie ordnen den aktuellen Stand beim Rezyklateinsatz ein und benennen Herausforderungen sowie mögliche Lösungswege.

Netzwerkabend und Werksbesichtigung

Am Abend des ersten Tages findet ein Netzwerkabend statt. Dazu lädt das dvi gemeinsam mit seinem Premiumpartner Fachpack sowie den Partnern Gerhard Schubert, Former Fab, Jokey und Condair ein. Bereits am Vortag der Tagung besteht die Möglichkeit, die Kartonfabrik der Ellerhold AG in Radebeul zu besichtigen. Informationen zum Programm finden sich unter verpackungstagung.de.