BVDM startet Informationsinitiative „UMWELT.FAKTEN.PRINT.“
von Redaktion Etiketten-Labels,
Die Informationsinitiative „UMWELT.FAKTEN.PRINT.“ liefert Mitgliedsunternehmen Kennzahlen und Material, um die Umweltwirkung von Print in der eigenen Kommunikation nachvollziehbar zu belegen (Quelle: BVDM)
Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und seine acht Landesverbände haben im September 2026 die Informationsinitiative „UMWELT.FAKTEN.PRINT.“ gestartet. Sie bündelt Kennzahlen und Quellen zur Umweltwirkung von Print und stellt Mitgliedsunternehmen zugleich Material für die eigene Umweltkommunikation bereit.
Die Initiative ordnet zentrale Umweltthemen rund um Print ein – von Papier und Recycling über Verpackungen bis zu den unterschiedlichen Umweltwirkungen gedruckter und digitaler Kommunikation. Ziel der Verbände ist es, die Wahrnehmung von Print als nachhaltigem Kommunikationsmedium zu stärken und die Diskussion über dessen Umweltwirkung auf überprüfbare Daten zu stützen.
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„Die Diskussion über die Umweltwirkung von Print braucht weniger pauschale Versprechen und mehr belastbare Fakten“, sagt Kirsten Hommelhoff, Hauptgeschäftsführerin des BVDM. „Mit UMWELT.FAKTEN.PRINT. wollen wir Wissen schaffen, Vorurteile hinterfragen und die Umweltdebatte über Print versachlichen. Denn wer nachhaltige Kommunikationsentscheidungen treffen will, braucht belastbare Informationen statt vereinfachter Botschaften.“
Bewertung über den gesamten Lebenszyklus
Ob ein Printprodukt nachhaltig ist, lässt sich nach Auffassung der Verbände nicht pauschal beantworten. Maßgeblich seien unter anderem Herstellung, Nutzung, Reichweite, Lebensdauer und Recyclingfähigkeit. Die Initiative greift deshalb Fragen auf, etwa wie nachhaltig Papier ist, was mit Printprodukten nach ihrer Nutzung geschieht, welche Rolle das Recycling spielt und wie sich die Umweltwirkung von Print im Vergleich zu digitalen Kommunikationsformen einordnen lässt. Die Antworten sollen kompakt und mit Quellenangaben aufbereitet werden. Nach Darstellung des BVDM soll so auch die vergleichsweise gute Umweltbilanz von Print sichtbar werden.
Zugleich wollen die Verbände einer Kommunikation entgegenwirken, die den Verzicht auf Print pauschal mit Umweltargumenten begründet. Nachhaltigkeit soll nicht behauptet, sondern anhand nachvollziehbarer Kriterien bewertet werden. Hintergrund sind auch neue europäische Vorgaben zu Umweltaussagen und Nachhaltigkeitssiegeln. Sie erhöhen die Anforderungen an Unternehmen, Umweltaussagen zu belegen und korrekt einzuordnen. Die Initiative soll dafür eine Informationsgrundlage liefern.
Werkzeugkasten für Mitgliedsunternehmen
Die Initiative ist langfristig angelegt und kombiniert verschiedene Formate: die Themen-Website umweltfaktenprint.de, Anzeigen, Plakatmotive und Social-Media-Angebote. Die Verbände setzen diese Inhalte gezielt gegenüber wichtigen Zielgruppen ein. Mitgliedsunternehmen erhalten das Material zudem als Kommunikations-Werkzeugkasten. Sie können es über die Websites der Verbände herunterladen, bei Bedarf mit dem eigenen Firmenlogo versehen und gegenüber Kunden, Printbuyern, Agenturen und weiteren Stakeholdern einsetzen.
„Wir wollen nicht nur über Nachhaltigkeit sprechen, sondern Unternehmen ganz konkret dabei unterstützen, die Fakten über Print selbst in ihre Kommunikation zu tragen“, erklärt Hommelhoff und ruft die Mitgliedsunternehmen dazu auf, die Materialien einzusetzen. „So entsteht aus einer Brancheninitiative ein Werkzeug, das Unternehmen unmittelbar nutzen können.“
Ansprache der gesamten Wertschöpfungskette
Die Initiative richtet sich an die gesamte Wertschöpfungskette – von Druck- und Medienunternehmen über den Handel bis zu Politik, Medien und Verbrauchern. Die Fakten zur Umweltwirkung von Print sollen dort ankommen, wo Kommunikationsentscheidungen getroffen werden. „Wer über die Umweltwirkung von Kommunikation spricht, sollte alle Fakten kennen. Auch die über Print“, so Hommelhoff.