Neue Serviceinitiative bündelt Modernisierung, Wartung und Wiederaufbereitung für mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz

GSE startet Programm zur Verlängerung der Lebensdauer von Druckfarben-Dosiersystemen

GSE startet Programm zur Verlängerung der Lebensdauer von Druckfarben-Dosiersystemen
Ein generalüberholtes GSE-Compact-Dosiersystem. Die Generalüberholung ist Bestandteil des GSE Extended Life Program und soll dazu beitragen, den langfristigen Nutzen von Investitionen in Hard- und Software zu erhalten und zu steigern (Quelle: GSE)

Mit dem neuen „Extended Life Program“ bündelt GSE verschiedene Serviceleistungen zur Lebenszyklusunterstützung von Druckfarben-Dosiersystemen. Das Angebot richtet sich an Hersteller von Etiketten und Verpackungen, die Flexo-, Tief- oder Siebdruckverfahren einsetzen, und soll dazu beitragen, die Nutzungsdauer bestehender Anlagen zu verlängern, deren Leistungsfähigkeit zu erhalten sowie Umweltbelastungen zu reduzieren.

Das Programm vereint bestehende und neu entwickelte Dienstleistungen in einem strukturierten Servicekonzept. Dazu gehören Überholungen und Neukalibrierungen von Anlagen, vorbeugende Wartungsmaßnahmen, technische Nachrüstungen, Software-Updates und Funktionserweiterungen sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Darüber hinaus umfasst das Angebot Elektrifizierungs-Upgrades, Nachrüstungen zur Lösungsmittelrückgewinnung sowie Unterstützung bei Standort- und Farbwechseln. Ziel ist es, Kunden dabei zu unterstützen, den langfristigen Wert ihrer installierten Systeme zu sichern und diese an veränderte betriebliche sowie nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen anzupassen.

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Nach Angaben des Unternehmens reagiert die Initiative auf aktuelle Herausforderungen der Branche. Dazu zählen steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz, höhere Materialkosten sowie Unsicherheiten in globalen Lieferketten. Vor diesem Hintergrund gewinnen längere Anlagenlebenszyklen und eine höhere betriebliche Widerstandsfähigkeit zunehmend an Bedeutung.

Modulares Konzept für längere Nutzungsdauer

Je nach Anwendung und bestehender Systemkonfiguration sollen die Dosier- und Softwaresysteme von GSE im Rahmen des Programms an veränderte Produktionsanforderungen angepasst werden können. Dies betrifft unter anderem den Wechsel zwischen unterschiedlichen Druckfarbenarten, die Umstellung auf andere Energiequellen, die Integration neuer Workflows sowie die Umsetzung zusätzlicher Nachhaltigkeitsziele.

Maarten Hummelen, Marketing Director bei GSE Dispensing, verweist auf den zunehmenden Druck, unter dem Verarbeiter stehen. Nachhaltigkeitsziele, Kostenkontrolle, kürzere Lieferzeiten sowie Unsicherheiten bei der Verfügbarkeit wichtiger Ressourcen seien zentrale Herausforderungen. Das Programm solle dazu beitragen, bestehende Investitionen langfristig zu nutzen und gleichzeitig die Umweltbelastung zu verringern.

Die Initiative baut auf der modularen Konstruktionsphilosophie des Unternehmens auf. Diese ermöglicht es, Colorsat-Dosiersysteme während ihrer gesamten Nutzungsdauer aufzurüsten und an veränderte Anforderungen anzupassen, anstatt sie vollständig zu ersetzen. Gleiches gilt für die Softwareplattform „Ink Manager“, deren Funktionen nach Bedarf erweitert werden können. Nach Unternehmensangaben sind weltweit mehr als 300 GSE-Dosiersysteme seit über 20 Jahren im Einsatz.

Kreislaufwirtschaft und Wiederaufbereitung im Fokus

Darüber hinaus sieht GSE in der Verlängerung von Anlagenlebenszyklen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Durch die längere Nutzung bestehender Systeme könne der Bedarf an Neuanlagen und damit auch der Verbrauch von Materialien und Ressourcen reduziert werden. Die mit der Herstellung verbundenen Umweltauswirkungen würden sich auf einen längeren Nutzungszeitraum verteilen.

Ergänzend entwickelt das Unternehmen das sogenannte „Next Life“-Programm weiter. Dieses umfasst die professionelle Aufarbeitung ausgewählter Dosiersysteme, die nach umfassender Prüfung und Leistungsvalidierung erneut vermarktet werden sollen. Nach Angaben von GSE kann die Wiederaufbereitung eine wirtschaftliche Alternative zur Neuanschaffung darstellen und gleichzeitig den Materialeinsatz reduzieren.