Gedruckte Elektronik könnte bis zu 25-Mal billiger produziert werden

Neue Technologie: Gedruckte Elektronik auf Graphen-Basis

Die Universität Cambridge hat zusammen mit dem britischen Unternehmen Novalia eine neue leitfähige Farbe entwickelt, welche auf Graphen basierend, die Produktion von gedruckter Elektronik entscheidend beeinflussen könnte. Das Besondere daran: Die Farbe soll mit allen auf herkömmlichem, konventionellen Rollendruck basierenden Technologien, sei es Offset-, Flexo- oder auch Siebdruck, verarbeitet werden können.

Die Farbe auf Wasserbasis und das Verhältnis der Inhaltstoffe können unterschiedlichen Anwendungen entsprechend angepasst werden. Gedruckte Elektronik wird derzeit mit Leitungsmustern hergestellt, die aus schlecht leitendem Kohlenstoff und anderen Materialien, zumeist Silber, bestehen. Diese Farben kosten mehr als 1.000 Euro/kg. Die neue Graphen-Farbformulierung würde 25-mal billiger sein, so die Wissenschaftler der Universität Cambridge.

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Konventionelle Rollendruckmaschinen erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 100 m./min. Ohne Umbauten sollen sich so auf einer typischen, kommerziellen Druckmaschine gedruckte Elektronik oder Elektronikelemente produzieren lassen. Das neue Verfahren nutzt billige, nicht toxische und umweltfreundliche Lösungsmittel, die bei Raumtemperatur schnell trocknen. Damit sollen auch zusätzliche Energiekosten entfallen, die für das Aushärten der Farbe erforderlich würden. Quelle: Global Print Monitor, weitere Informationen: University of Cambridge  www.cam.ac.uk; Novalia www.novalia.co.uk

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