Mehr Automatisierung für kurze und mittlere Auflagen

Konica Minolta führt AccurioLabel 231 ein

Die AccurioLabel 231 druckt mit bis zu 23,4 m/min; optional übernimmt der IQ-530 die laufende Farb- und Registerregelung (Quelle: Konica Minolta)
Die AccurioLabel 231 druckt mit bis zu 23,4 m/min; optional übernimmt der IQ-530 die laufende Farb- und Registerregelung (Quelle: Konica Minolta)

Konica Minolta erweitert seine AccurioLabel-Baureihe um die ab sofort verfügbare AccurioLabel 231. Die CMYK-Trockentonermaschine für kleine und mittlere Etikettendruckereien arbeitet mit bis zu 23,4 m/min und lässt sich optional mit dem Qualitätsoptimierer IQ-530 ausstatten.

Mit der neuen AccurioLabel 231 ergänzt Konica Minolta die AccurioLabel 400 um eine Anlage für den Einstiegs- bis mittleren Leistungsbereich. Die neue Digitaldruckmaschine soll durch mehr Automation, höhere Produktivität und Druckqualität sowie Anwenderfreundlichkeit überzeugen.

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Auflösung steigt auf 1.200 x 2.400 dpi

Die AccurioLabel 231 druckt auf Bahnen mit einer Breite von bis zu 330 mm bei einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 23,4 m/min. Dabei erreicht sie laut Herstellerangaben eine Auflösung von 1.200 x 2.400 dpi. Optimierungen am Zwischentransfer sollen insbesondere auf strukturierten Papieren bessere Druckergebnisse ermöglichen. Für Sonderanwendungen wurde die maximale Druckbildlänge auf 1.294 mm erweitert. Die Bedienung orientiert sich an den Vorgängermodellen. Damit richtet sich die Maschine auch an Betriebe, die ihre digitale Etikettenproduktion erweitern möchten, ohne ihre Bedienabläufe grundlegend umzustellen.

IQ-530 verkürzt Messchartprozess auf eine Minute

Konica Minolta bietet die AccurioLabel 231 wahlweise mit oder ohne das Qualitätsoptimierungssystem IQ-530 an. Mit dem optionalen Intelligent Quality Optimiser IQ-530 regelt das System Farbstabilität und Farbregister während der Produktion in Echtzeit. Kalibrierung, Profilerstellung und Farbabgleich werden automatisiert. Laut Pressekonferenz verkürzt sich der dieser Prozess dadurch auf eine Minute. Der gedruckte Messchart müsse nicht mehr aus der Bahn herausgetrennt und die Bahn anschließend neu verspleißt werden.

Für die laufende Regelung druckt das System Farbmessfelder am Rand der Bahn. Bei einseitiger Anordnung sind sie mindestens 5 mm breit. Zum Ausgleich wurde die bedruckbare Breite auf 325 mm erhöht. Mit der automatischen Qualitätsanpassung Automatic Quality Adjustment, kurz AQA, können Bediener den Maschinenstatus analysieren und Anpassungen automatisch vornehmen. Nach Angaben des Herstellers lässt sich die Makulaturmenge damit gegenüber der AccurioLabel 230 um etwa 50 Prozent reduzieren.

1.600 Laufmeter innerhalb einer ΔE-Toleranz von 3

Mit IQ-530 sind laut Hersteller Druckläufe von bis zu 1.600 Laufmetern innerhalb einer ΔE-Toleranz von 3,00 möglich. Ab- und Aufwickler nehmen Rollen mit einem Durchmesser von bis zu 620 mm auf. Die Druckeinheit ist mit den Wicklern der AccurioLabel 230 kompatibel und unterstützt flexible Upgrade-Möglichkeiten.

Neuer Controller verarbeitet variable Daten schneller

Der neue Controller IC-615 soll die RIP-Verarbeitung komplexer Druckdaten und variabler Inhalte beschleunigen. Zum Softwareangebot gehört außerdem AccurioPro Flux mit Label Impose für die Nutzenmontage und die Zusammenführung von Etikettenaufträgen. Die Software unterstützt PDF-Workflows, variable Daten und Barcodes und kann Stanzdaten erzeugen. Der AccurioPro Color Manager 2 für Linearisierung, Kalibrierung, Profilierung und Farbkontrolle sowie das AccurioPro Dashboard zur Erfassung und Auswertung von Maschinen- und Produktionsdaten ergänzen das Angebot.

Fokus auf wechselnde Kurz- und Mittelauflagen

Als Einsatzgebiete nennt der Hersteller unter anderem Etiketten für die Außenverpackung von Lebensmitteln und Getränken sowie für Kosmetik, medizinische Anwendungen, Haushaltschemie und industrielle Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen kurze und mittlere Auflagen sowie häufig wechselnde Aufträge. Angesprochen werden neben kleinen und mittleren Etikettendruckereien auch Akzidenzdruckereien, Web-to-Print-Anbieter und Markeninhaber, die in den digitalen Etikettendruck einsteigen möchten.

„Die AccurioLabel 231 wurde entwickelt, um ambitionierte kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen“, sagt Masashi Morii, Head of Industrial Printing Business Development bei Konica Minolta Business Solutions Europe. „Durch die Kombination aus Produktivität, Automatisierung und gleichbleibend hoher Druckqualität hilft sie Kunden, ihre betriebliche Leistung zu verbessern, Makulatur zu reduzieren und profitabler zu wachsen. Erfolg hängt aber nicht nur von Technologie ab, sondern auch von Partnerschaft. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Verbindung globaler Expertise mit lokalem Support helfen wir ihnen, Innovationen umzusetzen, ihr Angebot zu differenzieren und ein nachhaltigeres Geschäft aufzubauen.“

Die AccurioLabel-Reihe

Konica Minolta stieg 2015 mit der bizhub PRESS C71cf in den Etikettendruck ein und baute dann nach und nach die AccurioLabel-Reihe aus. Nach Unternehmensangaben wurden seit 2016 weltweit rund 2.000 Systeme der AccurioLabel-Reihe installiert (Stand September 2026). Auf Europa entfallen 38 Prozent dieser Installationen, auf Nord- und Südamerika 30 Prozent und auf den asiatisch-pazifischen Raum sowie weitere Regionen 32 Prozent.