LOUPE Americas 2026

KI-Fehlerklassifikation nach Inspektion: AVT führt AutoEdit AI ein

Quelle: AVT
Quelle: AVT

AVT (Advanced Vision Technology) führt AutoEdit AI auf der LOUPE Americas offiziell in den Markt ein. Das Modul klassifiziert die von AVT-Helios-Systemen erfassten Fehler nach der Druckinspektion. Besucher können die Anwendung am AVT-Stand 3523 sehen.

AutoEdit AI wurde erstmals auf der Labelexpo Europe 2025 vorgestellt und wird nach Angaben von AVT bereits bei Etikettenverarbeitern eingesetzt. Mit der Markteinführung auf der LOUPE Americas ist das Modul nun für den breiteren Etikettenmarkt und für die 100-Prozent-Druckinspektionssysteme AVT Helios verfügbar.

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Entscheidungen nach der Inspektion

Die Fehlererkennung erfolgt mit der Helios-Plattform bei laufender Produktionsgeschwindigkeit. Anschließend müssen Bediener bislang die virtuelle Rolle manuell prüfen und für jeden erfassten Fehler entscheiden, ob das Produkt verkaufsfähig ist oder beim Umrollen entfernt werden muss. „Die Fehlererkennung ist in unserer Branche seit Jahren weitgehend gelöst. Verändert hat sich der Druck auf alle nachfolgenden Prozesse“, sagt Guy Yogev, Vice President Marketing & Product bei AVT. „Da Kleinauflagen, Versionierungen und Personalisierungen zunehmen, ist die manuelle Prüfung der virtuellen Rolle für die abschließende Entscheidung über die Makulaturbeseitigung zu einem wesentlichen Engpass bei Durchsatz, Personaleinsatz sowie der Konsistenz zwischen Bedienern und Schichten geworden. AutoEdit AI soll diese Klassifizierungsaufgabe direkt übernehmen.“

Drei Kategorien für erfasste Fehler

AutoEdit AI arbeitet als ergänzende, KI-gestützte Entscheidungssoftware nach der Helios-Inspektion und unmittelbar vor der automatischen Makulaturentfernung mit AVT Workflow Link an der Rollenschneidmaschine. Das System ordnet jeden erfassten Fehler einer von drei Kategorien zu: verkaufsfähig, nicht verkaufsfähig oder abschließend zu prüfen. Nur die als „abschließend zu prüfen“ eingestuften Fälle werden dem Bediener zur Kontrolle und Entscheidung angezeigt. Die übrigen Klassifizierungen liegen bereits vor, wenn die virtuelle Rolle geöffnet wird.

Das Modul ist in PrintFlow Manager integriert. Über diese Bedienoberfläche prüfen Anwender bereits die virtuelle Rolle und steuern den Weiterverarbeitungsprozess. Eine zusätzliche Bedienstation oder Benutzeroberfläche ist daher nicht erforderlich.

Zentral trainiertes KI-Modell

Nach Angaben von AVT wurde AutoEdit AI zentral mit Produktionsdaten verschiedener Verarbeiter, Anwendungen, Substrate und Qualitätsanforderungen unterschiedlicher Endmärkte trainiert. Kundenspezifische Auftragsdaten verbleiben beim jeweiligen Unternehmen. Aktualisierungen des Modells werden den Installationen regelmäßig zur Verfügung gestellt.

„AutoEdit AI zeigt, in welche Richtung sich AVT als eigenständiges Unternehmen entwickelt: tiefer in die intelligente Auswertung der Druckinspektion und näher an den täglichen Abläufen bei den Verarbeitern“, sagt Roy Porat, CEO von AVT. „Unsere Kunden dabei zu unterstützen, die von unseren Systemen erzeugten Daten in bessere, schnellere und einheitlichere Entscheidungen zu überführen, ist der nächste Abschnitt unserer Entwicklung.“

Bediener bleiben in den Prozess eingebunden

„Wir verstehen KI als Unterstützung und nicht als Ersatz für den Menschen“, erklärt Porat. Ist das Modell bei der Bewertung eines Fehlers nicht hinreichend sicher, wird dieser dem Bediener zur Entscheidung vorgelegt. Sämtliche Klassifizierungen und nachträglichen Änderungen durch Bediener werden in PrintFlow protokolliert. Damit entsteht ein Prüfpfad für die Qualitätsdokumentation, wie sie Verarbeiter aus den Bereichen Pharma, Lebensmittel, Gesundheitsprodukte und Körperpflege gegenüber Markeninhabern bereitstellen.

Als Abonnement für Helios verfügbar

AutoEdit AI ist ab sofort im Abonnement für AVT-Helios-Installationen erhältlich. Zum Angebot gehören die Software und die erforderliche Verarbeitungshardware für den Betrieb der KI-Modelle in der Produktion. Das Modul wird neben bestehenden Helios-Systemen installiert und lässt sich laut AVT ohne Unterbrechung der gewohnten Bedienabläufe integrieren.

„AutoEdit AI ist kein Versprechen für die Zukunft, sondern leistet bei den frühen Anwendern bereits einen messbaren Beitrag in der Produktion“, sagt Yogev. „Mit der offiziellen Markteinführung auf der LOUPE Americas laden wir den breiteren Markt dazu ein, sich anzusehen, was KI-gestützte Klassifizierung nach der Inspektion unter Produktionsbedingungen leisten kann.“