Actega erhöht Produktionskapazität bei Überdrucklacken

Hochautomatisierte Lackfertigung in Lehrte. Mit über 100 Edelstahllagertanks und kilometerlangen Rohrleitungen können mittels Prozessleitsystem über 80.000 Tonnen Lacke p.a. produziert werden (Quelle: Actega)
Hochautomatisierte Lackfertigung in Lehrte. Mit über 100 Edelstahllagertanks und kilometerlangen Rohrleitungen können mittels Prozessleitsystem über 80.000 Tonnen Lacke p.a. produziert werden (Quelle: Actega)

Der Hersteller von Lacken, Druckfarben, Klebstoffen und Dichtungsmassen für die Verpackungs- und Druckindustrie, Actega, baut seine Fertigungskapazitäten für Wasser-basierte und UV-Überdrucklacke aus.

Nach Angaben des Unternehmens steigt die weltweite Produktionsleistung auf mehr als 150.000 Tonnen pro Jahr. Dazu werden rund zwei  Millionen Euro in einen neuen integrierten Standort in Brasilien investiert. Außerdem verzeichnet Actega durch die Integration der Schmid Rhyner AG nach eigenen Angaben eine deutliche Steigerung der Produktionskapazitäten insbesondere von UV-Lacken.

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Neben der Weiterentwicklung im Markt bekannter Produkte, darunter Lacke für den direkten und indirekten Lebensmittelkontakt, will sich Actega künftig weiterhin stark auf neue Technologien und Produkte konzentrieren.  Ein Fokus liegt hierbei auf dem Digitaldruck und Digital Varnishing. Bereits seit 2016 bestehen Kompetenz- und Technologiezentren an den Standorten Lehrte bei Hannover (Deutschland) und Cinnaminson in New Jersey (USA).

Hier werden nicht nur alle F&E-Tätigkeiten gebündelt, sondern auch die für den Einsatz digitaler Drucktechnologien benötigten Tinten, Primer und Überdrucklacke zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen  auf Basis der von Schmid Rhyner entwickelten und patentierten DiVar-Technologie eine breite Palette an digitalen Lacken, in LM- und nicht LM-Qualität, für den Bogen- und Rollendruck an.

Fokus Nachhaltigkeit

Ein weiteres Beispiel für den Fokus auf neue Technologien ist EcoLeaf. Bei Actega im Industrialisierungsprozess seit 2017 und bald kommerziell verfügbar, ermöglicht EcoLeaf die Metallisierung ohne Folie und soll  damit die Nachhaltigkeit aller damit verbundenen Prozesse verbessern.

 Auf das Thema Nachhaltigkeit hat ACTEGA durch entsprechende Produktlösungen schon früh gesetzt. „Mit der bald verfügbaren, neuen Produktlinie ACTGreen haben wir einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung getan“, sagt Dr. Lisa Schönenberg, Global Portfolio Manager Paper & Board. „Hierbei handelt es sich um ein neues, nachhaltiges Portfolio an Wasser basierten Lacken für Faltschachteln und Etiketten. Alle Matt- und Glanzlacke wurden auf Basis von nachwachsenden beziehungsweise recycelten Rohstoffen formuliert. Je nach Funktionalität und gewünschten Eigenschaften können die Produkte so eine Nachhaltigkeit von mehr als 60% aufweisen.“ Damit steht Actega auch im Einklang mit den Zielen der Altana-Gruppe. So will der Spezialchemiekonzern seine CO2-Emissionen bis 2025 bei Produktion und Energiebezug weltweit auf null stellen, um konsequent Klima- und Umweltschutz zu betreiben.

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