Mehr als nur Etiketten – Entwicklung nachhaltiger Verpackungen

Die MBX-Rollenwechsler von Martin Automatic wickeln Karton-Rollen für die MPS EF-520 Druckmaschinen nonstop ab (Quelle: Martin Automatic)
Die MBX-Rollenwechsler von Martin Automatic wickeln Karton-Rollen für die MPS EF-520 Druckmaschinen nonstop ab (Quelle: Martin Automatic)

In weniger als zwei Jahrzehnten ist Reflex Labels (UK) auf fast 20 Standorte angewachsen, mit dem Ziel, hochwertigste Etiketten in Großbritannien anzubieten. Etwas versteckt in einem ehemaligen Lagerhaus in Barwell, Leicestershire,  positioniert sich Reflex neu, um sich auch jenseits von Etiketten zu behaupten.

Logo Fokus EuropaReflex Label Plus hat als Teil der Reflex-Gruppe eine eigene Webseite und einen eigenen Schwerpunkt – die Anwendung innovativer Technologien und Prozesse für die Zielmärkte Lebensmittel, Pharmazie, Pflegeprodukte, Bier, Wein und Spirituosen. Am Standort Barwell sehen die Besucher traditionelle Etikettendruckmaschinen an einem großen, hellen Produktionsstandort. Öffnet man jedoch die Türe zu dem oben genannten Lagerhaus, betritt man eine ganz andere Welt, in der Kartonagen, Folien und anderen Substrate derart miteinander kombiniert werden, dass Schalen, Sandwichverpackungen und andere Lebensmittel-Verpackungen mit Mehrwert entstehen. Und das ist erst der Anfang.

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Produktionsleiter Shaun Boult ist vor sechs Jahren aus seiner Heimat Wellington in Neuseeland , wo er für einen multinationalen Lebensmittelverpackungskonzern gearbeitet hat, nach Großbritannien gezogen. Bei Reflex Labels Plus leitet er den neuen Geschäftsbereich Food-Service-Verpackungen. Unter seiner Verantwortung werden Substrate, Prozesse und Maschinen getestet. Manchmal führt er auch selbst Produkttests durch. Zudem arbeitet Boult eng mit der Reflex-Vertriebsgruppe zusammen, um neue Produkte zu erproben, wobei er auf eine Reihe modernster Maschinen zurückgreifen kann.

Umfangreiches Investitionsprojekt

2017 wurde die erste Produktionslinie installiert, eine 8-Farben EF-520 Flexo-Druckmaschine des holländischen Herstellers MPS. Eine zweite 9-Farben EF-520 wurde 2018 in Betrieb genommen. Die Investitionen waren Teil eines Programms für die gesamte Reflex-Gruppe, das  mehr als ein Duzend Druckmaschinen umfasste. Darin enthalten was auch eine Top ausgestattete Mark Andy P7, wodurch sich die Anzahl der amerikanischen Druckmaschinen in der Reflex-Gruppe auf insgesamt 27 erhöhte!

Beide MPS Linien in Barwell wurden mit je zwei Nonstop- Abwicklern von Martin Automatic ausgestattet. Dabei ist jeweils ein Rollenwechsler vom Typ MBX  für Karton, typischerweise 150 bis 450 µm dick und mit Rollen-Durchmesser von bis zu 1828 mm (72 Zoll).  Zusätzlich wurde jede Druckmaschine mit einem MBSF-Rollenwechsler für Folie ausgestattet. Boult weist darauf hin, dass die Multisubstrat-Fähigkeit der beiden MBSF-Rollenwechsler, die ursprünglich angeschafft wurden um PET und OPP Folien von 12 bis 18 µm zuzuführen, mit der Möglichkeit zur Verarbeitung von Papier und leichten Kartonagen von entscheidender Bedeutung sein werden, weil Reflex differenziertere Produkte mit Mehrwert herstellen möchte.

Kaum Materialabfall

Im Hinblick auf die Kombination von Martin Rollenwechslern an seinen MPS Druckmaschinen, kommentiert Boult: „Selbstverständlich lag der Fokus auf dem kontinuierlichen Nonstop- Betrieb und dem Materialabfall. Und wir werfen praktisch nichts mehr weg. Die MPS-Druckmaschinen halten das Register ausgezeichnet, so dass wir nur das eine Endprodukt mit der Klebestelle aussortieren müssen.“ Die überraschend einfache Bedienung der Martin-Rollenwechsler ist ein Vorteil bei der Schulung. „Die Maschinen sind leicht zu verstehen, so dass wir keine langen Schulungen benötigen. 30 Minuten sind ausreichend und die Bediener können sich auf andere Teile der Linie konzentrieren. Das schätze ich sehr.“ fügt er hinzu.

Obwohl der Verpackungsdruck mit dem Etikettenbereich verbunden ist, wird er als unabhängige Einheit betrieben. Sogar die Bediener wurden nicht von der Etiketten-Abteilung abgezogen, sondern eigens für diesen Geschäftsbereich eingestellt. Als Ergänzung zu den Linien für Food-on-the-go-Produkte wie Sandwich-Verpackungen, die im Markt als „Sandwich-Skillet“ bekannt sind, sucht die Reflex-Gruppe nach neuen Produkten mit Fokus auf Nachhaltigkeit. „Nachhaltigkeit ist hier ein großes Thema. Uns geht es darum, Produkte mit weniger Deponierung und höherer Wiederverwertbarkeit, bis hin zu vollständiger Kompostierbarkeit zu fördern.“

Im Namen der Reflex Group merkt CEO Ian Kendall an: „Das Wichtigste ist für uns der Support – diesbezüglich muss ich Martin Automatic loben. Sie reagieren schnell, und ihre Anlagen sind zuverlässig und solide – das ist alles was man für eine kontinuierliche Produktion braucht.“ Im Reflex Labels Plus Werk in Barwell liegt die durchschnittliche Lauflänge derzeit bei ungefähr 300.000 Einheiten und einige erreichen bis zu 2 Millionen Stück, wobei noch einschichtig produziert wird. Da Reflex eine schnelle Expansion durch Investitionen in zukunftssichere Anlagen und unternehmerische denkendes Personal plant, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Zukunftspläne Wirklichkeit werden. Weitere Informationen: www.martinautomatic.com

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